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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Vermischtes

Atme tief und frei

12.08.07 by Wolfgang Gerner

Während sich die VHS gerade sechs schnittige Urlaubswochen gönnt, galt es für die Sommerzeit eine Yoga-Klasse zu finden. Und warum in die Ferne schweifen? Yoga-Lehrerin Babett hatte im Juli einen „workshop am Marienplatz“ angekündigt und herausgekommen ist mein erster Auftritt in einem Yoga-Studio. Und wahrscheinlich war´s auch nicht mein letzter. Freitag-Nachmitag hatte ich mir beim örtlichen Sportartikel-Händler noch eine lange schwarze Hose besorgt und das war gut so. Denn nach Ansicht der schönen website ds Studios war klar, daß meine ollen Laufklamotten zwar für die VHS-Übungsstunden ausreichen mögen, im moveorespiro-Studio aber bestimmt zu einer gehörigen Verlegenheit des Schülers führen könnten. Diese lange Stange im Laden mit den tausend schwarzen Turnhosen war ein Wink mit dem Zaunpfahl: Der Großteil der Stuttgarter Yoga-Eleven trägt offensichtlich schwarz und zwar anscheinend getreu der Devise: je mehr desto besser.

Moveosrespiro ist in Stuttgart´s Adlerstraße gelegen, direkt um die Ecke meines Lieblingsbades, dem „Heslacher“. Eigentlich handelt es sich nur um einen großen Raum mit großen Spiegeln, einer großen Blumenvase mit großen Lilien und großen Fenstern. Das ist eigentlich nicht viel, reicht aber aus um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen, in der die Übungen Spaß machen. Die Schlappen warten vor der Türe, der Rest verschwindet hinter einem luftigen Vorhang. So konzentriert man sich leichter auf die Stunde und ihr Mantra: „atme tief und frei.“ Da ist nicht immer einfach, denn Lehrerin Babett, nach eigenen Worten dem „power“ im „power-Yoga“ nicht sonderlich zugeneigt, gibt einen Takt vor, bei dem sich rasch erste Anzeichen von Anstrengung auf den Gesichtern der Übenden zeigen. Auch wird im Laufe der Stunde die „eingerollte-Blatt-Quote“ steigen. Dahinter steckt folgendes: wird eine Position zu anstrengend und ist nicht mehr zu halten, soll der Schüler ins „eingerollte Blatt“ gehen, um zu entspannen. Das ist leichter gesagt als getan, man will ja schließlich a, nicht kneifen und ist b, neugierig, ob hinter dem Schmerz vielleicht doch tiefere Erkenntnisse über das Leben verborgen sind.

In den kommenden Tagen werde ich mir die Kursübersicht von moveorespiro nochmals vornehmen. Und mir passend zur Hose ein schwarzes Oberteil besorgen …..

Kategorie: Vermischtes

Stifte

07.08.07 by Wolfgang Gerner

Lektion 159: Hände weg von undankbaren Zähnen. Dazu gehören v.a. die supertief zerstörten Zähne, die nach Stiften rufen. Im aktuellen Fall haben wir vor zwei Jahren zum Stift gegriffen, um einen auf Zahnfleischniveau abgekrachten unteren Prämolaren wieder pfeilertauglich zu machen. In der aktuellen Rö-Kontrolle sieht die Sache sehr ordentlich aus. Was wegen der Überstopfung nicht hundertprozentig zu erwarten war.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Wurzelkanal verschwunden

29.07.07 by Wolfgang Gerner

In seltenen Fällen scheinen sich Wurzelkanäle zwischen Kronenpulpa und Wurzelspitze aufzulösen: In der Abbildung eines unteren linken kleinen Backenzahnes verschwindet der ordentliche schwarze Strich im Röntgenbild wenig unterhalb des Zahnhalses (Kreis). Hier liegen normalerweise keine Obliterationen vor, vielmehr verzweigen sich die breiten Kanäle in schmale Kanälchen. Bei untern Prämolaren ist das durchaus zu erwarten.

Und zwar mindestens einmal im Jahr. Also gut aufpassen und zunächst mit vorgebogenem Instrument den zweiten Kanal ausspähen. Dann den Zugang entsprechend ausformen und ganz gelassen zwei Kanäle aufbereiten. Zum Abschluß sich darüber freuen, dem Schlitzohr Röntgenbild nicht auf den Leim gegangen zu sein.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Entscheidungsfindung III/Bitte nicht stören!

15.07.07 by Wolfgang Gerner


Einige Wochen nach der Nahtentfernung ist das Weichgewebe vollständig ausgeheilt – auch bei genauem Hinschauen sind keine Narbenzüge zu erkennen. Bei der äußerst schonenden Präparation der Gingiva mit einem sogenannten Spaltlappen wurde nur die Schleimhaut mobilisiert, die daraunter liegende Knochenhaut blieb unversehrt. Die Vorteile: Kein Verlust an befestigter Gingiva, keine postoperative Schwellung, kaum Schmerzen. Letzteres stand im vorliegenden Fall für die Patientin im Vordergrund, ging es darum, im Anschluß an unseren Eingriff ein möglichst ungestörtes verlängertes Wochenende auf Achse geniessen zu können.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Fünfzig Fragen – VIII

08.07.07 by Wolfgang Gerner

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Die schönsten fünf Minuten vom gestrigen Tag? In Ruhe, bei schönstem Wetter und Blick auf meinen kleinen Garten, in dem die Natur explodiert , den Tag zu beginnen.
Letzter Urlaub? Skifahren in Lech. Skifahrtechnisch leider eine Pleite aber mit sehr viel Spaß und netten Menschen verbunden.
Wie die letzte Indisponiertheit gerechtfertigt? Damit, dass die Ursache selbstverständlich dafür nur bei mir liegt, obwohl ich es irgendwie doch zunächst mal lieber gehabt hätte, wenn die anderen Schuld wären.
Der zweitschwärzeste Tag in der Praxis des Kunden? Da habe ich wohl ein hohes Verdrängungspotential. Bin zum Glück noch nie aus einer Praxis geflogen.
Italiener oder Thai? Italiener.

Christiane Silber ist Dipl.oec. troph. und seit einigen Jahren unterwegs für VDW in Sachen Endo. Das ist nicht immer ganz einfach: die „Alphatiere in den Zahnarztpraxen“ sind in der Regel abonniert auf Recht haben, gerne auch bar jeglicher Vernunft. Silber trägts mit Fassung, mit tiefem Verständnis für die Sache und einer gehörigen Portion Charme verliert sie nicht die Nerven und genießt stattdessen die Köstlichkeiten, die dieser Job eben auch für sie bereit hält.

Kategorie: Vermischtes

Kunststoffkanäle

01.07.07 by Wolfgang Gerner

Wie lernt man Wurzelkanäle aufzubereiten? Nach meiner Erfahrung sind Kunststoffkanäle das Trainingsmittel schlechthin, um sich intensiv in diesen grundlegenden Behandlungsschritt einzuarbeiten. Der unschätzbare Vorteil ist natürlich das Arbeiten unter Sicht. Die Kursteilnehmer „sehen“ sehr schnell worauf es ankommt und erkennen deshalb auch Aufbereitungsfehler. So z.b. „zip and elbow“ wie im Bild nebenan unten links dargestellt. Auf die typische Engstelle die üblicherweise am Beginn der Krümmung liegt folgt die massive Erweiterung des Wurzelkanals mit einer gehörigen Abweichung vom ursprünglichen Kanalverlauf (Kanal oben rechts). Schnell ein neues Blöckchen genommen und das ganze nochmals von vorne – Kunststoffkanal oben Mitte passiert die Aufsicht anstandslos.

Kategorie: Vermischtes

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