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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Fallbeispiele

Dauerprov

24.11.06 by Wolfgang Gerner

Frontzahnversorgungen sind, welch großartige Erkenntnis, v.a in ästhetischer Hinsicht sehr empfindlich. Farbe und Form der Zähne sind hierbei die Aspekte die die Patienten vornehmlich interessieren, der Zahnarzt schaut dazu noch genau auf´s Zahnfleisch um der weißen Ästhetik die ebenso wichtige rote Ästhetik hinzu zu fügen. Rote Ästhetik heißt gesundes Zahnfleisch ohne Entzündungszeichen wie etwa Rötung und Schwellung (Pfeile Bild oben). Wir verwenden hierzu Dauerprov genannte, temporäre Versorgungen, die im Dentallabor hergestellt, die angestrebte Form und Farbe der definitiven Versorgung vorweg nehmen und dazu dienen, entzündetes Zahnfleisch auszuheilen. Das gelang im oben dargestellten Fall sehr ordentlich, die stark geröteten Bereiche sind verschwunden (Bild unten). In Sachen Form der Zähne hapert´s freilich nocht etwas – hier ist eine Korrektur notwendig. Fortsetzung folgt.

Kategorie: Fallbeispiele, Grundlagen

fast genau richtig

19.11.06 by Wolfgang Gerner


„Revision lehrt Demut“ sagt Wolfgang Gänsler, Kollege aus Illertissen und ordentlich ins Fach eingearbeitet, Recht hat er. Denn, gerade wenn man davon ausgeht eine Situation sicher zu beherrschen kann sich das Blatt wenden und … Der Reihe nach. Ziel der Revision ist es, Baktereien die trotz einer vorangegangenen Wurzelkanal-
behandlung im Zahn zurückgeblieben sind zu entfernen. Im links dargestellten Fall (Bild oben) ist zunächst von einer schwierigen Situation im Bereich der mesialen Wurzel auszugehen, die distale stellt sich hier eher gutmütig dar. Im Abschluß (Bild unten) schaut´s etwas anders aus. Während die mesiale Wurzel genau richtig geworden ist, geriet die Wurzelfüllung in der distalen Wurzel etwas zu lang (Kreis im Bild unten) oder anders gesagt: fast genau richtig. Klinisch wird sich dieser Makel nicht bemerkbar machen, entscheidend ist die gründliche chemomechanische Aufbereitung und der dichte Verschluß des Wurzelkanalsystems.

Kategorie: Fallbeispiele

Wurzelbehandlung vs. Zeit

04.11.06 by Wolfgang Gerner



Folgender Behandlungsfall vermag anschaulich zu beweisen, wie man sich mit Antworten auf die Frage: „Wie lange dauert das?“ täuschen kann. Untere Eckzähne zählen üblicherweise nicht zu endodontischen Herausforderungen. Das Wurzelkanalsystem ist gut zugänglich und selten kompliziert: in Ingle´s „Endodontics 5. th Edition“ geht man von 94% einkanaligen Zähnen aus. Und die restlichen zweikanaligen Zähne sind ebenfalls recht gutmütig. Fußballerisch formuliert würde man von einem Elfmeter sprechen, den es gemütlich reinzuschieben gilt. Im Überweisungswesen stellt sich die Angelegenheit schon mal etwas anders dar. Oders anders gesagt: Gerne vergißt man, dass die Elfmeter normalerweise beim Hauszahnarzt versorgt werden. Jedenfalls war ich ausgesprochen dankbar, als nach einer Stunde der Wurzelkanal des besagten Eckzahnes aufbereitet war. Zuvor gab´s noch ein Bild, welches die Hilflosigkeit der Situation dokumentiert: Ein Stift steckt in der Zugangskavität, zur Wurzelspitze ist jedoch noch weit (Bild oben). Wo ist der Kanaleingang? Die anschließende Aufbereitung mit NiTi-Instrumenten ist vergleichsweise einfach. Was mit Handinstrumneten eine zeitaufwändige Prozedur ist, gerät mit den neuen Instrumenten zu einer lösbaren Aufgabe. Am Ende der ersten Behandlungssitzung ist der Wurzelkanal dann aufbereitet und kann in der zweiten gefüllt werden (Bild mitte). Nach dem Verschluß der Zugangskavität mit Composite, eine Art hochwertiger Kunststoff, ist das Abschlußbild fällig (Bild). Gemessen an der dreiviertelstündigen Suche nach dem Wurzelkanal, ist das Ergebnis sehr ordentlich.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Entscheidungsfindung II

29.10.06 by Wolfgang Gerner


„Wurzelbehandlung“ war der Überweisungsauftrag in diesem Fall, konkret ging es um die Frage nach der Wiederherstellung des ersten großen Backenzahn, „Sechser“ genannt. In der Behandlungsplanung steht zunächst der Zustand der Zahnkrone im Mittelpunkt, also derjenige Teil des Zahnes, der im Mund sichtbar ist (Bild oben). Der Zahn wurde im Rahmen einer Schmerzausschaltung anbehandelt und mit einer provisorischen Füllung versorgt. Das macht zunächst nicht gerade einen umwerfenden Eindruck, geholfen hat´s trotzdem. Vom Zerstörungsgrad der Zahnkrone her, wäre der Erhalt des Zahnes eine lösbare Aufgabe, die Wurzelbehandlung der erste Schritt dazu. Das in der Zwischenzeit angefertigte Röntgenbild (unten) kann die vorläufige Behandlungsplanung nicht untermauern: Der Defekt zum Nachbarzahn hin reicht bis annähernd an den Rand des Kieferknochens, eine Wiederherstellung der Zahnkrone zunächst mit einem Aufbau, dann mit einer Krone wird nicht möglich sein. Wir empfahlen deshalb den Zahn bei der nächsten Möglichkeit zu entfernen.

Kategorie: Fallbeispiele

Instrumentenfraktur

20.10.06 by Wolfgang Gerner




Was könnte Aalen, Carvoeiro (eine Stadt in Portugal) und Leinfelden verbinden? Klar, die Geschichte einer Wurzelbehandlung. Aber der Reihe nach. Vom Zahnschmerz geplagt begibt sich Patient X. in die Hände seines Zahnarztes in Aalen, der in acht Sitzungen eine Wurzelbehandlung eines unteren Backenzahnes durchführt (Bild oben). Ein Jahr später im Urlaub X. holen die Zahnschmerzen wieder ein. Der deutsche Behandler in Portugal ist auf das Thema Endodontie gut zu sprechen. In einer einstündigen Behandlungssitzung gelingt es ihm, den Zahn so zu präparieren, das X. schmerzfrei wird. Er weist auf ein abgebrochenes Instrument hin (Kreis) und rät zur Weiterbehandlung in einer „endodontolog. Praxis“ zur Entfernung des Instruments. Auf die Frage X. an wen er sich wenden könnte, empfielt der portugisische Zahnarzt Sepp Diemer in Meckenbeuren. Aus dem Urlaub zurückgekehrt sucht X. seinen Hauszahnarzt in Aalen wieder auf. Von den abgebrochenen Instrument wisse man nichts und für chirugische Eingriffe sei der örtliche Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg zuständig. Chirurg Y. erstellt eine Panoramaufnahme und klärt auf (zweites Bild von oben/Ausschnitt). Patient X. ist in der Zwischenzeit skeptisch. Er lehnt den Eingriff ab und bemüht sich um einen Termin bei Diemer. Der ist bis auf weiteres ausgebucht und verweist auf Gerner. Unser Behandlungsvorschlag: Bestmögliche Versorgung des Zahnes soweit dies unter den gegebenen Umständen möglich ist. In der nun folgenden einstündigen Behandlungssitzung gelingt es uns zwar nicht das Fragment zu entfernen (drittes Bild von oben, unteres Bild), nach Einschätzung der klinischen Situation gehen wir aber davon aus, daß die chemomechanische Aufbereitung die Keimzahl im Wurzelkanalsystem soweit reduziert, das es zu einer Ausheilung der apikalen Läsion kommt. Time will tell.

Kategorie: Fallbeispiele

Entscheidungsfindung

17.09.06 by Wolfgang Gerner

Ein derzeit in der Zahnärzteschaft sehr engagiert diskutiertes Thema heißt „Implantat vs. Zahnerhalt“. Anders formuliert geht es um die Frage, wann ein Zahn mittels einer aufwändigen Wurzelbehandlung noch erhalten werden kann und wann die Extraktion des Zahnes mit einer nachfolgenden Implanation die geeignetere Versorgung darstellt. Zu diesem Thema erhielt ich diese Woche ein mail eines Kollegen mit der Bitte um Stellungnahme. Nach Ansicht der Röntgenbilder riet ich zur Extraktion des betroffenen Zahnes (mittlerer Pfeil). Meine Argumentation: Die Revionsbehandlung des Zahnes wird einen nicht unbeträchtlichen Aufwand an Behandlungszeit und -kosten erfordern. Die Prognose des Zahnes selbst bleibt schwer einschätzbar auch wenn die Behandlung klinisch sehr gut ablaufen würde. Darüberhinaus sind die Nachbarzähne bereits prothetisch versorgt (linker Pfeil) oder müssen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Behandlung ohnehin versogt werden (rechter Pfeil), beide Zähne sind jedoch nicht wurzelkanalbehandelt. Hier wird deshalb die Entfernung des Zahnes und eine Versorgung der Lücke mit einer dreigliedrige Brücke nach meinem Dafürhalten die wohl beständigere Lösung darstellen. Als Alternative kann natürlich auch ein Implantat inseriert werden. Sicherlich läßt sich dieses Thema nicht in einem einzigen Beitrag des zahnblog darstellen. Deshalb, Fortsetzung folgt.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

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Zahnarzt Dr. Gerner, Zahnerhaltung und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen.