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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Vermischtes

sonntags

08.10.06 by Wolfgang Gerner

Ein gewöhnlicher Sonntag beginnt mit einem entspannten Lauf ab 10 Uhr mit Freund und Mitstreiter Raimond G. Dieses Konzept hat schon seit längerer Zeit Bestand und findet an rund 45 Wochenenden des Jahres statt. Wenn Bilder-scout und Kuratorin Ute Noll jedoch zur vormittäglichen Ausstellungseröffnung einlädt, muß die Tradition schon mal hinten anstehen. In Baden-Badens elegantem Brenner´s Park-Hotel&Spa zeigt die Expertin für moderne Photokunst den Stuttgarter Photographen Reinhold Steinhilber. Seine „Ghost Towns“-Bilder sind Arbeiten der Extraklasse, Besuch absolut empfehlenswert.

Kategorie: Vermischtes

Disse

01.10.06 by Wolfgang Gerner

Vergangene Woche gab´s nach langer Zeit mal wieder einen Anruf wegen meiner „Disse“. „Disse“ ist das Kosewort für Disseration, vulgo Doktorarbeit. Während Schwager G. über „MRT gesteuerte vaskuläre Intervention: Echtzeitvisualisierung von Kathetern und Stents“ schrieb, absolut beeindruckend, der Mann ist eigentlich Physiker oder Freund D. über die „Wirkung von Glucoseoxidase- und Ferritin-gekoppelten anti-GD2-Antikörpern auf die neuroektodermale Zellinie SK-N-LO“, legte meiner einer einen ganz anderen Stoff vor: „Bernhard Christoph Faust. Eine Untersuchung zu seinem Leben und Werk unter besonderer Berücksichtigung seines Gesundheitskatechismus und seiner Dissertation über die Mißbildungen“. Ein medizinhistorisches Thema also. Bei oben angeführten Anrufer handelte es sich dann auch um einen Germanisten, der gerade über Volksaufklärung recherchiert und dabei über den guten Faust (Bild) stolpern mußte. Das hierbei auch mein Name fiel, ehrt mich.

Die „Disse“-Zeit war eine schöne Zeit. Ich hatte am Ende meines Studiums kaum irgend etwas anständiges in Sachen Faust zu Papier gebracht und mußte deshalb den Löwenteil der Arbeit während meiner Assistentenzeit erbringen. Das ganze zog sich dann auch ordentlich in die Länge, wobei hier meine Doktormutter ins Spiel kommt. Ihr habe ich wirklich viel zu verdanken. Mit einer Engelsgeduld korrigierte sie meine literarischen Unzulänglichkeiten aufs vortrefflichste, anstatt sie leichtfertig abzunicken – es sei ihr ausdrücklich verziehen, dass sie regelmäßig auf mein mangeldes Talent in Sachen Sprache hinwies. Ich trug´s mit Fassung, schließlich hatte Frau Prof. G. bereits zu Beginn der „Disse“ die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, sich selbst bedauert und …. weitergemacht. Übrigens sah Doktormutter der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth erstaunlich ähnlich. Meine damalige Freundin und heutige Frau beschloß zu dieser Zeit, sich für Ihre erste Anstellung Erfurt herauszusuchen („Erfurt? Wo ist bitte Erfurt? Im Osten? Ich fass es nicht…“). So ergab sich für die Freitage für gewöhnlich folgendes Bild: Bis 13 Uhr arbeiten, im Eiltempo zu Landesbibliothek und bestellte Bücher abholen, im Laufschritt zum ICE um dann, meistens im Vorraum neben der Türe, mit allergrößter Neugierde die Schätze zu sichten und genüßlich zu schmökern. Wie es eben ist, wenn man glaubt zur richtigen Zeit am richtigen Ort das genau richtige zu tun.

Kategorie: Vermischtes

gingiva.org

28.09.06 by Wolfgang Gerner

Okay, ich geb´s zu: das abgrasen des www um neue Schätze zu heben ist meine Sache nicht. Dafür lieber spiegel-online und youtube, gähn. So erfahre ich erst heute, das es seit gut drei Monaten das dentalblog gibt. Moritz Kebschull, er ist der Schreiberling, war so freundlich auf das zahnblog zu verlinken und eine e-mail an den verpooften zahnblogger zu schicken, grazie!

Kategorie: Vermischtes

Dental-Depot

21.09.06 by Wolfgang Gerner

Letztendlich kommt der eine nicht ohne den anderen aus. Heute: das Dental-Depot.

Anruf Gerner beim Depot: Hallo Herr K., kurze Frage zur Wasserspritze an meiner dci-Einheit. Die tropft leicht, was kann man da machen?
Herr K.: Hallo Dr. Gerner, es gibt zwei Möglichkeiten. Ich kann Ihnen einen Techniker vorbei schicken oder als Alternative, sie schicken mir die Wasserspritze.
Gerner: Das kann nicht ihr Ernst sein. Wegen einer tropfenden Wasserspritze das komplette Programm rauf und runter? Ich habe den Eindruck, daß jede kleinste Gelegenheit zum Anlass genommen wird, ordentlich Kasse zu machen. Das ist die gleiche Nummer wie mit meinem Elektrotom unlängst. Jaja. Wie wärs wenn Sie mr einfach einen neuen O-Ring für das Ding schicken und das wars. Und wir können dann in aller Ruhe über den neuen Steri reden. Ist mein Gerät eigentlich Typ B?
Herr K.: Das stimmt so nicht. Diese Reparaturen sind alles andere als lukrativ, wenn irgendwo noch was verdient ist, dann mit Material oder einer neuen Einheit. Außerdem sind wir voll ausgelastet. Ihr Autoklav ist ein Typ S.
Gerner: Typ S klingt gut. Klingt irgendwie nach S-Klasse.
K. setzt derweil seinen Vortrag über Autoklaven fort.
Gerner unterbricht K. etwas später: Und was machen wir jetzt mit der Wasserspritze?
Herr K.: Es gibt hundert verschiedene O-Ringe für diese Wasserspritzen, das einfachste wäre es, wenn Sie uns ein Bild schicken.
Gerner hat in der Zwischenzeit, das Telefon hinters Ohr geklemmt, das Ventil der Wasserspritze zerlegt.
Gerner: Okay Herr K., die Maße des O-Rings sind: Außendurchmesser xy,z mm, innen hat er rund 1,5 mm weniger und er ist ca. 1,5 mm stark. Reicht das als Angabe?
Herr K.: Da kann ich nichts damit anfangen weil die O-Ringe in Zoll-Maßen gemessen werden.
Gerner: Ich habe die Maße gerade mit einem Mikrometer abgenommen. Das hätten sie bestimmt auch geschafft.
Herr K.: Wir brauchen ein Foto.
Gerner: In Gottes Namen, dann mach ich eben ein Foto.
Herr K.: Wie machen wir mit dem Steri weiter?
Gerner: Ich denke Sie schicken sie erst mal das neue Ventil.

Nachtrag. Gerner baut das Ventil wieder zusammen. Seitdem tropft die Spritze nicht mehr. Nach 10 Tagen treffen die neuen Ventile ein….

Kategorie: Vermischtes

Entscheidungsfindung

17.09.06 by Wolfgang Gerner

Ein derzeit in der Zahnärzteschaft sehr engagiert diskutiertes Thema heißt „Implantat vs. Zahnerhalt“. Anders formuliert geht es um die Frage, wann ein Zahn mittels einer aufwändigen Wurzelbehandlung noch erhalten werden kann und wann die Extraktion des Zahnes mit einer nachfolgenden Implanation die geeignetere Versorgung darstellt. Zu diesem Thema erhielt ich diese Woche ein mail eines Kollegen mit der Bitte um Stellungnahme. Nach Ansicht der Röntgenbilder riet ich zur Extraktion des betroffenen Zahnes (mittlerer Pfeil). Meine Argumentation: Die Revionsbehandlung des Zahnes wird einen nicht unbeträchtlichen Aufwand an Behandlungszeit und -kosten erfordern. Die Prognose des Zahnes selbst bleibt schwer einschätzbar auch wenn die Behandlung klinisch sehr gut ablaufen würde. Darüberhinaus sind die Nachbarzähne bereits prothetisch versorgt (linker Pfeil) oder müssen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Behandlung ohnehin versogt werden (rechter Pfeil), beide Zähne sind jedoch nicht wurzelkanalbehandelt. Hier wird deshalb die Entfernung des Zahnes und eine Versorgung der Lücke mit einer dreigliedrige Brücke nach meinem Dafürhalten die wohl beständigere Lösung darstellen. Als Alternative kann natürlich auch ein Implantat inseriert werden. Sicherlich läßt sich dieses Thema nicht in einem einzigen Beitrag des zahnblog darstellen. Deshalb, Fortsetzung folgt.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Ando

06.09.06 by Wolfgang Gerner

Eine gute Nachricht zum ersten Arbeitstag nach den Praxisferien: Unser Endo-Intensiv-Seminar am 13. und 14. Oktober in Weil-am-Rhein findet statt. Veranstaltungsablauf hier. Das gibt ein Wiedersehen mit einem wundervollen Zeugnis architektonischer Schaffenskraft, dem Konferenzgebäude auf dem Gelände der Vitra GmbH (Bild), ein Entwurf des japanischen Architekten und Pritzker-Preisträgers von 1995 Tadao Ando. Im März 2005 konnten wir dort einen ersten Aufbereitungskurs durchführen, die Stimmung in diesen Räumen ist äußerst angenehm und fördert die Aufnahme von Theorie und hands-on Übungen ganz entscheident. Im vergangenen Jahr wurde übrigens in Hombroich auf der ehemaligen NATO-Raketenstation Ando´s zweites Gebäude in Deutschland eröffnet, die Langen-Foundation. Das Museum mit den Werken des Kunstmäzen Langen ist zwar ebenfalls eine Reise wert, eine Endo-Fortbildung der Extraklasse ist dort leider aber nicht zu finden.

Kategorie: Vermischtes

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