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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Fallbeispiele

Apexifikation

10.09.06 by Wolfgang Gerner


Zähne junger Patienten mit weit offenen Apices (Pfeil im Bild oben) zu behandeln ist nicht ganz einfach. Die Ausgangssituation war ein ordentlich gelöcherter oberer Backenzahn, das Alter der Patientin: ganze 11 Jahre. Das Wurzelwachstum ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen – also, wie die Wurzel füllen, wenn sie noch gar nicht vollständig ist? Mit Calciumhydroxid und viel Zeit geht das. Das Calciumhydroxid ist ein echter Tausendsassa: es hat eine antimikrobielle Wirkung, es löst Gewebe auf, hemmt die Wurzelresorption und induziert „reparatorische Hartgewebsleistungen“ (Dank an Hör und Beer für diesen schönen Satz). Anders gesagt: es bildet sich eine Art Wurzel, die sich füllen läßt. Genau hinschauen, man erkennt eine schwarze Linie (Pfeil Bild unten), die man Parodontalspalt nennt. Auf der einen Seite dieser Struktur ist Kieferknochen, auf der anderen Seite Zahnwurzel. Leider ziehen sich solche Behandlungen enorm in die Länge: so feiert unsere Patientin in zwei Monaten ihren 14. Geburtstag.

Kategorie: Fallbeispiele

Perforation III

06.08.06 by Wolfgang Gerner

Rund fünf Wochen nach der Nahtentfernung ist zwar die „marginale Gingiva“, also das unmittelbar am Zahn anliegende Zahnfleisch weiter ausgeheilt, der Zahnfleischverlauf (weiße Kurve bzw. Achterbahn) bleibt aus ästhetischer Sicht diskussionswürdig. Gut erkennbar ist der Umstand, daß der eine Zahn länger ist als der andere. Und das mittendrin. In dieser Situation empfehlen wir eine Rezessionsdeckung mit einem Bindegewebstransplantat vom Gaumen. Klingt nach einer größeren Geschichte, ist in Wirklichkeit aber recht simpel. Mit der Verpflanzung des Gewebes kann der nach oben gerutschte Zahnfleischverlauf wieder ausgeglichen werden und die ursprüngliche Lage wie vor der Perforation wiederhergestellt werden. Die Patientin bat um Bedenkzeit. Nachdem in der Zwischenzeit auch schon wieder vier Wochen rum sind, ist die Fortsetzung des Falles leider recht ungewiß.

Kategorie: Fallbeispiele

single-visit-treatment

08.07.06 by Wolfgang Gerner



„Die Wurzelbehandlung gehört zur hohen Schule der Zahnmedizin; es ist eine schwierige und langwierige Behandlung, die meist mehrere Sitzungen erfordert…“ Ob unsere Patienten den Stiftung Warentest Zähne Ratgeber lesen? Die typische Frage seitens der Patienten zielt auf die Dauer der Behandlung ab und die Anzahl der Sitzungen oder kurz: Wie lange dauert´s und wie oft müssen wir kommen? Unwissentlich nähern sich die Patienten einem Thema in der Endodontie, das das Zeug zum Glaubensstreit hat. Während die einen Wurzelbehandler das Unternehmen auf mehrere Sitzungen verteilen, sog. multiple-visit-treatment, versuchen die anderen die Behandlung in einer Sitzung abzuschließen, single-visit heißt das dann. Hintergrund ist das Potential der medikamentösen Einlage, das Wurzelkanalsystem zwischen den Behandlungssitzungen zusätzlich zu desinfizieren. In verschiedenen Studien wurden unterschiedliche Ergebnisse erzielt, mit einem leichten Vorteil für die einzeitige Behandlung. In unserer Praxis entscheidet die individuelle Situation am Patienten über single-visit oder nicht. Lassen sich in einer Sitzung alle Kanäle sorgfältig aufbereiten und trocknen, versuchen wir die Behandlung auch direkt abzuschließen. So wie in vorliegendem Fall eines unteren linken Backenzahnes. In Sachen mehrwurzelige Backenzähnen geling das freilich selten, bei vergleichsweise einfacheren Front- oder kleinen Backenzähnen ist die single-visit-Behandlung jedoch das Mittel der Wahl.

Kategorie: Fallbeispiele

Nur einer?

25.06.06 by Wolfgang Gerner


Geübt mit Hilfe des Operationsmikroskopes regelmäßig vier Kanaleingänge in einem oberen Backenzahn zu identifizieren, traut man seinen Augen nicht wenn´s gerade mal einer ist (Bild oben). Im vorliegenden Fall handelte es sich auch nicht um einen kieferorthopädisch „verrückten“ zweiten Backenzahn, wie es zunächst zu erwarten wäre, sondern um eine echte Rarität. Nicht umsonst schreiben Burns und Herbranson in den „pathways of the pulp, 8.th edition“ über diesen Zahn: „The largest tooth in volume and the most complex in root and canal anatomy, the „six year molar,“ is possibly the most treated and least understood posterior tooth“. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Kategorie: Fallbeispiele, Fundstücke

5 Jahre

16.06.06 by Wolfgang Gerner

ac

Fünf Jahre sind inzwischen vergangen, seit wir aus alt neu gemacht haben. Ausgangssituation war ein abgebrochener seitlicher Schneidezahn – hier hatte der Narkosearzt Pech, der beim Intubieren die Krone des stark kompromittierten Zahnes frakturierte (Bild oben). In der Folge fragte Patient um eine Neuversorgung nach, die wir im 2001 abschließen konnten (Bild mitte). Einmal neue Zähne verschmeckt, gönnte sich Patient im Anschluß noch Neuversorgungen im linken und rechten Unterkieferseitenzahngebiet. 2006 steht die Arbeit sauber da (Bild unten). Geändert hat sich in der Zwischenzeit lediglich die Dokumentation: während zu Beginn der Arbeit ein Umkehrfilm in der Analog-Nikon zum Einsatz kam, tut´s heute die cf-Karte der Digi-Canon. In der Graustufenansicht kommt die Textur der Oberfläche gut zur Geltung, neben Form und Farbe ein nicht zu unterschätzendes Kriterium wenn der Zahn natürlich aussehen soll (Zahntechnik Dieterich, Winnenden).

Kategorie: Fallbeispiele, Fundstücke

vierter Kanal

11.06.06 by Wolfgang Gerner


Unter der Bezeichnung „vierter Kanal“ firmiert für gewöhnlich ein akzessorischer Kanal in der mesiobuccalen Wurzel oberer Molaren. Dieser zusätzliche Kanal ist nach meinen eigenen Beobachtungen in annähernd allen oberen ersten und zweiten Backenzähnen zu finden. Oft ist er aber sehr kurz – er mündet dann nach wenigen Milimetern in den mesiobuccalen Hauptkanal. Hier tut man sich schwer mit der Bezeichnung vierter Kanal. Eigentlich müßte man dann eher von einem zusätzlichen Kanaleingang sprechen. Jedenfalls sorgt das Thema für Diskussion, da je nach Standpunkt unterschiedliche Häufigkeiten angegeben werden. Im vorliegenden Fall (Bilder) sieht die Anatomie des Zahnes aber ganz anders aus. Kein Kunststück, handelt es sich schließlich um einen oberen Weisheitszahn, der sich nicht um Regeln kümmert. Hier ist an Stelle des mesiobuccalen Kanaleinganges (orangener Punkt rechts unten) tatsächlich nur ein Kanaleingang zu finden. Die anderen drei vereinigen sich nach zwei Dritteln der Wurzellänge um in einem gemeinsamen Foramen (=Öffnung des Wurzelkanals an der Wurzelspitze) zu münden.

Kategorie: Fallbeispiele, Fundstücke

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