


Perforationen sind kein Spaß. Nicht im Seitenzahngebiet und schon gar nicht in der Front. Was ist passiert? Beim Aufbohren des Zahnes wurde die Zahnwurzel durchbohrt und so die Unversehrtheit der Wurzeloberfläche verletzt. Je nach Lage der Perforationsstelle ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen. Hier erwischte es den „rechten oberen Einser“. Im ersten Arbeitsschritt haben wir den Zahn aufbauversorgt und die Perforationsstelle von innen mit Guttapercha (Kreis) abgedeckt. Nun geht´s an den Verschluß der „Perf“, der in diesem Falle mit Composite erfolgt. Wichtig ist nach unserem Dafürhalten ein optimal zugängiges Arbeitsfeld, denn nur trockene und übersichtliche Verhältnisse garantieren eine zuverlässige Verarbeitung dieses empfindlichen Kunststoff-Materials. In Anbetracht der Lage direkt am Zahnfleischrand entschieden wir uns für einen voll-mobilisierten Zahnfleischlappen („access flap“). Im Gegensatz zur chirurgischen Kronenverlängerung sollte der Zahnfleischrand bei dieser Operationstechnik nach der Ausheilung in der ursprünglichen Lage verbleiben. Eine Veränderung im Sinne einer Verlängerung der Krone ist nicht im Sinne des Erfinders Operateurs. Fortsetzung folgt.