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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Vermischtes

erhalten was geht

24.07.08 by Wolfgang Gerner

ZA: „Was die Versorgung mit einer Brücke angeht, sehe ich hier ein statisches Problem. Wurzelbehandlung gut und gerne, es sollte später eben funktionieren.“
Mann der Pat.: „Wir wollen halt erhalten was geht. Probieren sie es bitte.“
…, daß diese Furcht zu irren, schon der Irtum selbst ist (G.F. Hegel).

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Klassiker Teil II.

06.07.08 by Wolfgang Gerner


Bereits in den 1930er Jahren fordern Hochschullehrer die vollständige Aufbereitung des Wurzelkanals von der Krone bis zur Wurzelspitze. Nur, wo hört der Wurzelkanal eigentlich auf? Genau an der Wurzelspitze oder früher? Wie lässt sich diese Stelle in Erfahrung bringen ohne den Zahn zu entfernen?

1955 schickt sich der Mexikaner Yury Kuttler an, dieses Rätsel zu lösen. In seiner Studie „Microscopic investigation of root apexes“ untersucht er extrahierte Zähne und stellt anhand von Schliffpräparaten fest, daß das Ende des Wurzelkanals dort zu liegen kommt, wo sich Dentin und Wurzelzement treffen. Geboren ist eine anatomische Struktur, die man späterapikale Konstriktion oder Foramen physiologicum nennen wird. Ganz nebenbei wird diese Engstelle so manchen rechtschaffenden Zahnarzt ordentlich an der Nase herumführen, da sie klinisch alles andere als gut darstellbar ist. Auch mit Erfahrungswerten läßt sich dieser Fall nur zufriedenstellend lösen, da statistische Annäherungen kaum die Variabilität ausdrücken können, mit der die Natur diesen einsamen Zipfel ganz unten am Zahn versehen hat. So geistert nach wie vor die Empfehlung durch zahlreiche Hörsäle und Lehrbücher, das dieapikale Konstriktion rund 1-1,5 mm vor dem röntgenologischen Apex zu erwarten sei. 1964 werden erste elektronische Längenmessgeräte beschrieben – deren Nachfolger der letzten Generation (ab ca. 2000-2002) erlauben zusammen mit röntgenologischen Techniken eine einigermaßen genaue Bestimmung der Arbeitslänge.

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Glückwunsch III

02.07.08 by Wolfgang Gerner

Mit einer bemerkenswerten 1,2 in der praktischen Prüfung hat Azubine Tanja heute morgen Ihren Abschluß zur zahnmedizinischen Fachangestellten unter Dach und Fach gebracht. Herzlichen Glückwunsch! Tanja war in den vergangenen dreieinhalb Jahren ein absolut fleißiger wie zuverlässiger Sonnenschein. Hat sich ganz beharrlich in die Abläufe eingearbeitet, eigene Aufgaben gesucht und gefunden. So freut es uns umsomehr, das sie nicht nur bestanden hat, sondern auch in der letzten und wichtigsten Prüfung ordentlich glänzen konnte. Und das Allerbeste zum Schluß: Sie bleibt! Jipiii!

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Erding

22.06.08 by Wolfgang Gerner


Selten hat konnte ein Sommeranfang mehr Spaß bereiten wie der diesjährige. Sonntag war Triathlon über die olympische Distanz (1,5/50/10) im bayrischen Erding bei strahlenden Sonnenschein und Hawai-Temperaturen. Zum ersten Mal am Triathlon-Start: Freund und Kollege Raimond (Bild), der in respektablen 3 Stunden finishte. Hast fein gemacht Alter, bist halt ein Guter!

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Abschlusstraining

16.06.08 by Wolfgang Gerner


Abschlusstraining für kommenden Sonntag – natürlich in der Horror-Disziplin.

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Prof. Shimon Friedman

05.06.08 by Wolfgang Gerner

„Hausnummer 400? Das ist Kopfklinik!“ Anerkennendes Kopfnicken unsererseits, der Mann weiss Bescheid. Taxifahrer Nr. 1 fährt einen flotten Reifen in Richtung Uniklinik Heidelberg, wenig später sind wir an Ort und Stelle. Unsere Fahrt nach Heidelberg gilt einem Vortrag von Prof. Shimon Friedman, dem Autor der Toronto-Studies, einer vielbeachteten Studie über die Erfolgswahrscheinlichkeiten von unterschiedlichen Wurzelbehandlungstechniken. Gleichwohl Friedman alles andere als ein no-name in der Endowelt ist: sein Vortrag ist fachlich betrachtet eher mager, netterweise geizt er aber nicht mit Humor wodurch die Sache recht kurzweilig gerät. In Anbetracht seiner Herkunft, Friedman ist Israeli, fühlt man sich rasch an Ephraim Kishon erinnert. Der freundliche Onkel von nebenan erzählt das Beste aus seinem Leben. Das sind im wesentlichen reizende Geschichten die von charmante Patientinnen mit Einfluß handeln, so z.B. die Behüterin der Badeanstalt im Jerusalem Hilton. Gegen 17 Uhr wird Friedman langsam nervös und er nimmt sich regelmäßig Zeit, die Zuhörerschaft an seinen Flug zu erinnnern, den er heute abend noch zu erreichen gedenkt. Eben nix wie weg aus Heidelberg. Nach einem Nachmittag im Hörsaal könnte etwas Sport nicht schaden und so haben wir vorsorglich die Badehosen eingepackt um vor der Rückfahrt noch einen 1500erter zu nehmen. Taxifahrer Nr. 2 bringt uns zum Hallenbad am Bismarckplatz, nach einer klitzekleinen Sucherei finden wir den Eingang zum Bad gut versteckt in einem Einkaufszentrum. Die Schlange vor der Kasse irritiert etwas, wir bitten eine Dame in rot um Auskunft. Wir verstehen „Vereinsschwimmen“, „nur für Mitglieder“, „kann ich nicht machen“. Kurz darauf dann der alles entscheidende Satz. „Das geht versicherungstechnisch nicht!“ Die Unbekannte läßt sich nicht erweichen und wir geben auf. War nix, wir dürfen nicht mit den Heidelberger DLRG-Mitgliedern eine Runde im Hallenbad drehen. Also raus aus dem Einkaufszentrum und rein ins nächste Taxi. Taxifahrer Nr. 3 empfielt das Schwimmbad bei der Uni, wir nicken und los gehts. Acht € später kommt uns die Umgebung recht bekannt vor: es geht an der Kopfklinik mit der Hausnummer 400 vorbei, Taxifahrer Nr. 3 drückt noch einmal sachte aufs Gas und wenig später haben wir ein astreines 50-Meter Becken fast ganz für uns alleine. Bellisimo. Nach 30 Bahnen lassen wir es gut sein, verkneifen uns Taxi Nr. 4 und nehmen stattdessen den Bus. Erreichen pünktlich die S-Bahn nach Bruchsal und hören nach dem zweiten Halt folgende Durchsage: „Wegen eines Schadens an der Oberleitung verzögert sich die Weiterfahrt des Zuges um 10 Minuten“. Klasse, der Anschluß-IC in Bruchsal hat natürliche keine Verspätung und wir fahren direkt weiter bis Karlsruhe. Das kleine Weizen in der Bahnhofspinte schmeckt ausgezeichnet, mit dem zweiten aus „IC-Bord-Bistro“ im Rücken endet langsam ein genüßlicher Fortbildungsnachmittag.

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