
Ein derzeit in der Zahnärzteschaft sehr engagiert diskutiertes Thema heißt „Implantat vs. Zahnerhalt“. Anders formuliert geht es um die Frage, wann ein Zahn mittels einer aufwändigen Wurzelbehandlung noch erhalten werden kann und wann die Extraktion des Zahnes mit einer nachfolgenden Implanation die geeignetere Versorgung darstellt. Zu diesem Thema erhielt ich diese Woche ein mail eines Kollegen mit der Bitte um Stellungnahme. Nach Ansicht der Röntgenbilder riet ich zur Extraktion des betroffenen Zahnes (mittlerer Pfeil). Meine Argumentation: Die Revionsbehandlung des Zahnes wird einen nicht unbeträchtlichen Aufwand an Behandlungszeit und -kosten erfordern. Die Prognose des Zahnes selbst bleibt schwer einschätzbar auch wenn die Behandlung klinisch sehr gut ablaufen würde. Darüberhinaus sind die Nachbarzähne bereits prothetisch versorgt (linker Pfeil) oder müssen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Behandlung ohnehin versogt werden (rechter Pfeil), beide Zähne sind jedoch nicht wurzelkanalbehandelt. Hier wird deshalb die Entfernung des Zahnes und eine Versorgung der Lücke mit einer dreigliedrige Brücke nach meinem Dafürhalten die wohl beständigere Lösung darstellen. Als Alternative kann natürlich auch ein Implantat inseriert werden. Sicherlich läßt sich dieses Thema nicht in einem einzigen Beitrag des zahnblog darstellen. Deshalb, Fortsetzung folgt.