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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Wolfgang Gerner

socket preservation

12.08.09 by Wolfgang Gerner


Mit dem Verlust des Zahnes geht regelmäßig auch ein Teil des Weichgewebes stiften. Das ist im Seitenzahngebiet nicht sonderlich dramatisch, im einsehbaren Frontzahn-, oder Prämolarengebiet aber durchaus ein in der Behandlungsplanung zu berücksichtigender Umstand. Geht zuviel Gewebe verloren, werden die künstlichen Zähne meist zu lang – dem Gegenüber fällt auf daß das Zahnfleisch weiter oben ist, oder daß die Proportionen zwischen Länge und Breite nicht mehr stimmen. Oder er sagt ganz einfach, daß der neue Zahn nicht schön aussieht. In jedem Fall hat der Patient die Pechkarte gezogen. Im gezeigten Fall ist der erste kleine Backenzahn in der Mitte durchgebrochen (Bild links) und soll durch ein Implantat ersetzt werden. Wir haben die Technik der Sofortimplantation gewählt, bei der unmittelbar nach der Entfernung des Zahnes ein Implantat in das Zahnfach gesetzt wird. Um das Weichgewebe zu stützten, haben wir ein Schleimhauttransplanat aus dem Gaumen entnommen und in das Zahnfach eingenäht (Bild in der Mitte). Dieses augmentative Verfahren nennt sich socket preservation. Unser Patient ist von auswärts, greift 5 Tage nach der Behandlung zum Telefon um zu fragen ob der Zahnarzt um die Ecke die Fäden nicht auch entfernen könnte („gerne“) und ist nach 5 Wochen wieder in der Gegend. Eine Wurzelbehandlung unten links sei fällig, Notfallbehandlung im Urlaub. Wir wurzeln den Zahn unten links und knipsen die Situation oben rechts (Bild rechts). Schaut gut aus.

Kategorie: Vermischtes

Keramikinlay

17.07.09 by Wolfgang Gerner

Bei diesem Thema kennt er keinen Spaß. Bisweilen erhebt er die Stimme zu einem Brausen – mit biblischer Strenge erinnert er an seine langjährige Erfahrung, seine Erfolge. Zweifel werden nicht im Keim erstickt, sie werden auch nicht ignoriert. Sie sind schlichtweg nicht zulässig. Die Rede ist von Laufpartners Kermikinlays, seinem Steckenpferd, seiner Leidenschaft. Während in meinen Händen die Präparation des Keramikinlay noch einigermaßen leicht von der Hand geht, ist spätestens beim adhäsiven Zementieren der Ärger vorprogrammiert. Dieses Thema könnte seit heute der Vergangenheit angehören. Kollegens Vorgehensweise in einem übersichtlichen Fall zur Anwendung gebracht: Das Kunstwerk in aller Ruhe in Position gebracht, mit Sorgfalt die Überschüße des Klebers entfernt um zum Abschluß gemütlich lichtzuhärten. Das Kofferdamtuch abgenommen, die Okklusion überprüft, sehe Sie wieder in einem halben Jahr. Ein weiteres highlight dieser Woche, in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen.

Kategorie: Vermischtes

Nie mehr Bananen

13.07.09 by Wolfgang Gerner


Wecken dann also um 4 Uhr. Zähneknirschend gebe ich die Zahlen ins Handy ein und wir machen das Licht aus. Das wären dann gerade mal 6 Stunden Schlaf. Bis es dann soweit ist, geht gut eine Stunde rum, den nächsten Landgasthof bitte ohne mißtrauischen Hofhund oder -beleuchtung, die direkt ins Zimmer scheint. 4 Uhr 30 machen wir uns auf den Weg zum Start, noch ist es stockdunkel und meine Gefühlslage ist irgendwo zwischen Hoffen und Bangen. Die mitfahrende Gattin entschließt sich zur positiven Unterstützung. „Wird schon!“ Das Programm bis zum Start um 7 Uhr 30: Soviel frühstücken wie geht und ein leichtes warm-up bevors losgeht, in der Fachsprache „Anschwitzen“ genannt.

Das Frühstück aus Müsli, kalten Nudeln und heißem Ingwertee ist drin, das Aufwärmen absolviert. Also rein in den Neo. Verabschiedung von der Gattin. In der Wechselzone ein wohlgeordnetes Chaos an Teilnehmern, die nervös die Fahrradschläuche überprüfen oder einfach in der Ecke liegen und zu entspannen versuchen. Oder noch einen letzten Riegel reinziehen. Einer läuft mit weißen Schläppchen an mir vorbei, clever, der hat jetzt wenigstens keine kalten Füße. Wozu diese Stoffdinger aus Hotel gut sein können … Irgendwann geht alles ganz schnell, meine Startgruppe wird aufgerufen, Brille auf, Schwimmkappe drüber. Rein ins Wasser, abgehts. Ohne den gewohnten Strich am Boden gerät geradeaus schwimmen zur Doktorarbeit, gut, das bald der Wechsel aufs Rad ansteht. Im Wechselzelt eine Bullenhitze, überall schälen sich die Sportler aus den Anzügen, dazwischen helfende Hände bereit, die schwarzen Dinger in die Tüten packen, Compressionsshirts zurechtzuzupfen und noch schnell Riegel in die Taschen zu stopfen. Die Radstrecke besteht aus zwei Runden, angekündigt sind insgesamt 900 Höhenmeter. Was mir als erstes auffällt: alle sind schneller als ich. Obwohl ich oft komfortable 30+kmh auf der Uhr stehen habe, bin ich offensichtlich recht langsam. Nachdem sich die Radrunde aber doch noch etwas zieht, halte ich meine Körner zusammen und versuche den 30er Schnitt zu halten. Auf der zweiten Runde dann Langeweile. Ich kurble still vor mich hin, werde immer noch bevorzugt überholt und überlege mir Dinge wie: noch ein Viertel bis zur Hälfte der zweiten Runde oder kurz: ziemlichen Mist. Blicke in die Landschaft. An einem Kuzifix ist ein kleines Schildchen angeschraubt: Mensch, denke an den Tod. Ein Ort heißt Schwimbach. Am Feldweg steht: Kein Winterdienst. Klar, wozu auch. Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr haben eigentlich irgendeine Ordnungsfunkton entlang der Strecke, spielen stattdessen aber Karten unter einem Sonnenschirm. Recht so. Und zwischen dem Gucken, Schmunzeln und Wundern über das hohe tempo der anderen: Riegel, Gel, Wasser, Iso. Und Bananen. Viele Bananen. Wechsel auf die Marathonstrecke. Es geht durch ein Kieferwäldchen an den Main-Donau-Kanal. Was mir als erstes auffällt: alle sind langsamer als ich. Am Kanal dann zunächst einmal runde 8 Kilometer hoch und zurück, dann 10 Kilometer runter und zurück. Oder anders gesagt: die Strecke ist recht übersichtlich. Alle zwei Kilometer Verpflegung. Zwischen den Stationen überlege ich mir das Menü für die kommende. Zum Beispiel: Iso mit Banane oder Cola mit Banane. Oder das Gel kurz vor der Station einwerfen, mit Wasser runterspülen und zum Nachtisch Banane. Oder doch einen halben Riegel? Mittlerweile habe ich 10 Stunden auf der Uhr, fühle mich gut und würde gerne das Tempo etwas anziehen. Gleichzeitig spüre das zerbrechliche Gleichgewicht in den Oberschenkeln: Mehr Tempo geht nicht, auch wenns die 130er Herzfrequenz hergeben würde. Bei Kilometer 39 den letzten Schluck verdünnte Cola, die letzte ….. Und danach nie wieder Bananen.

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und 11:24 h bin ich im Ziel. Gesund, glücklich, zufrieden.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Ausdauer

Leben mit Carl

07.07.09 by Wolfgang Gerner

Die Uhr zeigt kurz vor 8, wir sind gerade über unser Bestellbuch gebeugt und gehen die Patienten des Tages durch. Vorgesehene Behandlungsmaßnahmen, gibt es etwas besonderes zu beachten, müßen spezielle Instrumente bereitgestellt werden? Die Eingangstür öffnet sich energisch und Patient A. tritt beherzt ein. Er stellt sich vor, ein Blick in die Liste und klar ist, das Herr A. ein satte Stunde zu früh bei uns eingetroffen ist. Ein Mißverständnis in der Terminvereinbarung. Bei Ihm, bei uns? Mein team etwas verunsichert – Ich versuche die Szene etwas zu entschärfen. Kurz nach 8 trifft die bestellte Patientin ein und wir beginnen mit unserem Tagesprogramm. Wenig später eine kurze Diskussion an der Anmeldung, Wortfetzen dringen in das Behandlungszimmer. Tendenz dicke Luft. Wenig später ein Einlenken des überpünktlichen Patienten. Die Stimmung in der Praxis heitert etwas auf.

Punkt 9 Uhr Wechsel im Behandlungszimmer. Patient A. tritt ein, kurze Begrüßung, ein kleiner Schlencker zum Mißgeschick und wieder zurück zum Überweisungsauftrag. Ich höre konzentriert zu, kläre auf, beantworte Rückfragen und unterbreite einen Behandlungsvorschlag. Die Revision der Wurzelkanalbehandlung verläuft nur teilweise gut, mesiobuccal ist nichts zu machen. Eine Stunde später. Der Zahn ist soweit behandelt, das Mikroskop wieder in Parkposition an der Wand. Nachbesprechung. Ich bin mit dem Behandlungsergebnis dahingehend zufrieden, als daß ich das bestmögliche aus der schwierigen Situation machen konnte. Pat. A. teilt meine Meinung nicht. Die von mir vorgeschlagenen „Nacharbeiten“ stimmen wenig mit dem überein, wie er sich das Behandlungsergebnis vorgestellt und wie wir sie auch eingangs unter Zugrundelegung der Röntgenaufnahmen besprochen hatten. Die augenblickliche Szene erinnert unwillkürlich an den „Einstand“ von Patient A. in unserer Praxis vor rund einer Stunde. Aber anders als vorhin höre ich mehr auf die Zwischentöne in der Patientenaussage, die Sorge wegen vielleicht schmerzhafter Behandlungen, verloren gehenden Zähnen und einer sich immer länger hinziehenden Odysee durch Zahnarztpraxen mit ungewissem Ausgang. Ich nehme die Befürchtungen ernst, kläre in den unklaren Punkten weiter auf und frage zurück. Eine Viertel Stunde später scheint die Sonne nicht nur vor den Praxisfenstern, sondern auch im Behandlungszimmer. Der Tonfall ist nicht mehr sarkastisch bis resigniert und dafür neugierig und optimistisch. Wir verabschieden uns, in einem zweiten Termin gilt es eine weiteren Zahn zu behandeln. Dies dürfte ein Routineeingriff werden und wenig spektakulär. Sehr gespannt bin ich auf das Ergebnis der Arbeit an der der Seele, ich wäre zufrieden und dankbar, hätte ich hier etwas erreichen können. Leben mit Carl I.

Kategorie: Personzentriert

Instrumentenbruch

11.06.09 by Wolfgang Gerner


Instrumentenbrüche sind mit vom Nervigsten was unser Fach zu bieten hat und deshalb nach Kräften zu vermeiden. Leider gelingt es nicht immer. Ein Spitzenreiter ist die Fraktur im Bereich der Mündungsstelle der beiden mesialen Kanäle in unteren Molaren. Eine Entfernung gelingt nach meiner Erfahrung nur in seltenen Fällen, das Teilchen zu passieren und im Anschluß in die Wurzelfüllung zu integrieren hingegen annähernd regelmäßig. Die Aufklärung des Patienten kann nach meinem Dafürhalten knapp und übersichtlich bleiben, da derlei Zwischenfälle üblicherweise keine klinischen Auswirkungen haben.

Kategorie: Vermischtes

Laufen II

07.06.09 by Wolfgang Gerner


Größere Kartenansicht
Schenk dir einen Lauf. Ochsenwang, östlich von Stuttgart gelegen, ist ein Dorf auf der Schwäbischen Alb, unmittelbar am Albtrauf gelegen. Das Auto am Parkplatz Breitenstein abstellen (unmittelbar nach der Kante des Albtraufs links abbiegen), spätestens ab der Diepoldsburg auf dem Weg zum Engelshof wird diese herrliche Einsamkeit tiefe Zufriedenheit herbeizaubern. Auf dem Albvereinsweg weiter Richtung Süden, an der Abzweigung mit der Wanderkarte, bevor es wieder den Albtrauf runter geht, links abbiegen, hier ist der Weg leicht ansteigend und verschwindet bald im Wald. Immer noch keine Menschenseele zu sehen. Auf den nächsten Hinweis Richtung Krebsstein/Schopfloch achten. Im kleinen Weiler Krebsstein Richtung Schopfloch, dann gehts weiter zur Torfgrube. Diese rechts liegen lassen, über Ochsenwang zurück zum Wanderparkplatz Breitenstein. Wäre nicht die Fahrerei, es wäre meine Hausstrecke.

Kategorie: Vermischtes

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