
Am besten wäre es, wenn man mittels eines Ritzers in der Mitte des Zahnfleischkammes den Zugang zum Kieferknochen und damit zur Implantationsstelle erzielen könnte. Wenig schneiden verhindert Stress wie postoperative Schwellung oder Wundschmerzen. Empfehlenswert ist dieses Vorgehen nicht, da hiermit keine nenneswerte Übersicht zu gewinnen ist. Man bohrt, wenn man so will, im Trüben. Deshalb kommt üblicherweise der Trapezlappen mit seinen mesialen (also am vorderen Zahn) und distalen (d.h. am hinteren Zahn) Entlastungsschnitten zum Einsatz. Schonender ist der Verzicht auf den mesialen Schenkel, so der Schweizer R. Jung im Rahmen seines Vortrages vor einiger Zeit in Stuttgart. Eigene Einschätzung: Erfolgversprechender Ansatz, Kieferkammschnitt allerdings möglicht weit lingual plazieren.