
Man suchte Orientierung im dunklen Wald der Empfehlungen. Thema Öffnungszeiten. Sprechzeiten ab 7 Uhr morgens seien der Knaller: Vor der Arbeit rasch eine Füllung (keine Chance so früh aufzustehen), oder auch die Abendsprechstunde für die fleißigen Werktätigen, die tagsüber unabkömmlich sind (auf Grund der vielen kurzfristigen Terminabsagen ein absoluter Reinfall). Ein anderes Ding war die Lektüre im Wartezimmer. Niveauvolle Illustrierte oder yellow-press? Im Gründungsjahr 1999 abonnierten wir die mare. Der schönen Bilder wegen. Und dann diese niveauvollen Texte, einfach unschlagbar. Oder anders gesagt: Eine geschmackvolle Zeitschrift für eine schöne Praxis. Nicht ahnend, daß der typische Patient beim Zahnarzt einfach gerne auf den intellektuellen Höhenflug verzichtet, um sich stattdessen etwas leichtes zu gönnen. So blieb die mare bald im Büro liegen. Aktuell ist es die Ausgabe 73. Vom Themenheft hat man sich getrennt, geblieben sind die köstliche Beiträge, von denen so gut wie jeder lesenswert ist. Ein herzhaftes highlight: das 2008er Sonderheft. (Reihe: Und die Jahre ziehen ins Land)