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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Vermischtes

Karlyn Pipes-Neilsen

19.04.10 by Wolfgang Gerner

karlynSchwimmkurse kann man nicht genug machen. Als auf Tria-Echterdingen eine Ausschreibung einer echten US-Masters-Schwimmerin gepostet wird, melden wir uns direkt an. Karlyn Pipes-Neilsen heißt die mehrfache Rekord-Schwimmerin, stammt aus San Diego und lebt auf Hawai. Dementsprechend der Auftritt: ordentlich bronzierter Teint, Bermudas mit Aloha-Muster und gute Laune bis zum Abwinken.

Karlyn´s Technik orientiert sich an den australischen Legenden Ian Thorpe und Grant Hackett: gerader Zug ohne Schnick-Schnack, Finger zeigen zum Boden, der Blick ebenfalls. Kurzer Theorie-input, dann ab ins Wasser. K. hat die Übungen logisch und didaktisch gut aufeinander aufgebaut, wir üben die neue Technik und vergleichen mit der vorhandenen. Das gibt jede Menge Aha-Erlebnisse und fühlt sich richtig gut an. Am Beckenrand turnt Karly auf und ab und ruft unermüdlich Tipps und Hinweise zu, auch einige „looks great guys“ sind dabei. Nach drei Stunden ist Zapfenstreich, kurze Abschiedsrunde nach der Dusche, finito.
Fazit: Klasse Seminar mit astreinem Praxisbezug – es würde mich wundern, wenn der Transfer nicht gelänge.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Schwimmen

4 Wochen ohne

14.04.10 by Wolfgang Gerner

Es sollte schnell gehen, das Essen stand schon auf dem Tisch. Also ab auf die Autobahn und los. Irgendwo hinter Heilbronn Richtung Nürnberg der Blitzi. Die Folge: 4 Wochen Fahrverbot. Seit heute.

Deshalb mit der S-Bahn in die Praxis, das ist nicht weiter spannend. Einige bekannte Gesichter unter den Fahrgästen, haben offensichtlich den gleichen Rhythmus. Der VVS nimmt 3,30 € für die einfache Fahrt, beim derzeitigen Spritpreis sind dafür rund 30 km zu haben. Allerdings ohne den restlichen Aufwand darunter auch Strafmandate. Also mindestens unentschieden. Gemütlichkeitsfaktor? Ist relativ hoch. Der Sitzplatz ist sicher, dann kommen der Sportteil der Stuttgarter, die gabs gegen Gutschein am Kiosk, dann der Sportteil der SZ, die gabs im Briefkasten. Ernüchterung beim Lesen des Golfsartikels. SZ und Stuttgarter drucken den gleichen Beitrag. Bekanntlich gehört zwar die Stuttgarter zur SZ-Gruppe, das die Liebe aber soweit geht, war mir nicht bekannt. Ich spiele übrigens kein Golf, lese aber sehr gern darüber. Warum das so ist? Müßte man mal drauf schauen.

Kategorie: Vermischtes

Fehlanzeige

13.04.10 by Wolfgang Gerner

Vor den Osterferien eine junge Patientin von ca. 12 jahren in der Sprechstunde, die Lippe dick angeschwollen. Submuköser Abszeß ausgehend von einem abgekrachten Frontzahn, sei noch von Halloween, bemerkt die junge Dame wortkarg. Erst Trep und Inz, am nächsten Tag ist die Lippe deutlich besser, wunderbar, jetzt medikamentöse Einlage und Verschluß. Sie wundert sich wohl ein bißchen als ich nach der Behandlung sage: „Wenn du möchtest, kümmere ich mich um deine abgebrochenen Schneidezähne und bau sie wieder auf. Einzige Bedingung: Termine sind verbindlich – entweder du kommst oder du sagst rechzeitig ab. Und zwar nicht 10 Minuten vor dem Termin.“ Sie nickt und ist verschwunden.

Heute ist der Rest vom Schützenfest vorgesehen und, Überraschung, die Mutter ist mit dabei. Das Mädel wieder wortkarg, die Mutter eher genervt. Dann zum Abschluß der Behandlung zur Tochter: „Jetzt warst du aber tapfer, über eine Stunde!“ Scheint froh zu sein, die Wurzelbehandlung ihrer Tochter überstanden zu haben. Sie gibt mir die Hand, knappes Lächeln, kurzer Gruß. Ein Danke? Fehlanzeige. Hoffentlich kommt das Mädel nächstes Mal wieder alleine. Und hoffentlich hat die Mutter Ihren eigenen Zahnarzt.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Personzentriert

"Ich bin Zahnarzt."

09.04.10 by Wolfgang Gerner

1. Was machst du beruflich?
Ich bin Zahnarzt. In der einen Hälfte meiner Behandlungszeit versorge ich meine Stammpatienten mit ordentlicher Zahnmedizin, in der anderen Hälfte behandle ich Überweisungspatienten für Wurzelbehandlungen. Nebenberuflich tätig bin ich als kaufmännischer Angestellter, Alleinunterhalter und Mädchen-für-alles.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?
Gut daran ist selbstständig als Arzt Menschen helfen zu können und gut davon leben zu können. Gut daran ist eigene Ideen umsetzen zu können und nicht auf die Gnade eines Vorgesetzten angewiesen sein zu müssen. So hat es einst die Wurzelbehandelei in die Praxis geschafft und in jüngerer Zeit der personzentierte Ansatz. Dazu mußte ich niemanden um Erlaubnis bitten, ich konnte es machen weil ich es wollte. Und gut daran sind die zufriedenen Patienten, die nach Abschluß der Behandlung ein Lob aussprechen. Entweder für mich, für meine Mannschaft oder für uns alle. Manchmal hat man mit ganz besonderen Menschen zu tun. Ohne die Bohrerei hätte ich die nicht kennenlernen können. Auch das ist gut daran.

Nicht so gut daran ist der ganze Stress der damit einhergeht: zahnmedizinische Eingriffe sind oft unangenehm bis schmerzhaft, das heißt als Zahnarzt füge ich Schmerzen zu. Nicht so gut daran sind die Eigenheiten der Selbstständigkeit. Z.B. das für alles verantwortlich sein müssen. Nicht so gut daran ist auch das Gesundheitssystem… Das möchte ich allerdings nicht allzu sehr vertiefen.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?
Gleichwohl ich meinen Beruf als Traumberuf verstehe, möchte ich nicht mit einem Bohrer in der Hand vor den Schöpfer treten. Dann schon eher mit einem Bienenkorb unterm Arm. Oder mit schottischen Hochland-Rindern (die mit den Puschel-Ohren) an der Leine. Oder mit köstlichem handgemachtem Ziegen-Käse. Mit duftenden Destillaten, Wildkräutern allerfeinster Qualität …. In jedem Falle aber mit einem Lächeln.

4. Warum gerade dieser?
Zahnheilkunde ist eine spezielle Mischung aus Medizin und besonderen Fingerfertigkeiten. Da ist zum Einen das ärztliche Handwerk, das im erkennen, vorbeugen und heilen von Krankheiten besteht. Das hat teilweise etwas detektivisches, kriminalistisches. Manchmal ist es richtig spannend. Zum Anderen sind dort die handwerliche Präzision, ohne die meiner Erfahrung nach die schönste Mühe nicht zum Erfolg führt. Bsp.weise wenn es darum geht einen genauen Abdruck zu nehmen oder eine Zahn mit möglichst wenig Kraft zu entfernen um das Gewebe zu schonen. Die Freude über eine liebevoll gestaltete, unsichtbare Füllung. Über ein pfiffig operiertes Bindegewebstransplantat um einen freiliegenden Zahnhals zu decken … Das sind die kostbaren Augenblicke in diesem Job. Und auf die wöllt ich nicht verzichten.

Fragebogen über Anke Gröner.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Personzentriert

gute Laune

03.04.10 by Wolfgang Gerner

26-3-010Die Arbeit in der Praxis beginnt an 10 von 10 Tagen mit einer Besprechung des anstehenden Tagesprogramms. Mein Gedächtnis für Namen ist jedoch derart lausig, daß ich mir unter vielen Namen nichts vorstellen kann. Bei meinen Mitarbeiterinnen ist das anders. Irgendjemand fällt immer eine Stichwort zu dem betreffenden Patienten ein. Dann der Nächsten, so lange bis bei mir der Groschen fällt. Bei Frau S. und ihrer Tochter schütteln jedoch alle drei die Köpfe. Also Blick in die Karte: Endo vor einigen Jahren, seither nicht mehr gesehen.

Als ich dann einige Stunden später ins Zimmer komme, hat Frau S. es sich in der Ecke gemütlich gemacht, die Tochter auf der Behandlungsliege. Freundliche Grüße, Lachen, gute Laune pur. Und auf einen Schlag ist alles wieder da. Denn es war so ziemlich die unterhaltsamste Wurzelbehandlung in 8 Jahren Überweisertätigkeit. Zur Vorgeschichte: Die Tochter leidet seinen einigen Monaten an Zahnschmerzen, zu guter letzt wird die Überweisung empfohlen. So kommen die beiden zu uns, die Tochter mit dem bösen Zahn, gebracht von der Mutter, Tierärztin und gut gelaunt, vom Scheitel bis zur Sohle. Anamnese, Anästhesie und Kofferdam, bald rauscht leise der Lüfter des OP-Mikroskops. Nachdem die Gattin und ich eine Katze hertun wollen, ist rasch ein Thema gefunden, zu dem Frau Tierärztin einiges zu sagen hat – während ich die Wurzelbehandlung voranbringe, bekomme ich einen amüsanten Vortrag rund ums veterinärmedizinische, gespickt mit Lustigkeiten, schrägem Zeug und allerhand Menschlichem. Dazwischen das cell, Frau S. vertröstet die Besitzerin von Tier Calimero auf später. Es ist zum Niederknien. Nach eineinhalb Stunden habe ich fast Tränen in den Augen und die Tochter eine perfekte Wurzelfüllung in ihrem Backenzahn.

Der recall fällt etwas kürzer aus, doch nicht weniger heiter. Thema ist das Pferd der Tochter und Stutenbisse auf der Weide. Die Tochter verteidigt entschlossen ihr Prachtstück, die Mutter besänftigt milde. Die Zähne bleiben Nebensache – wieso auch nicht, sei ja alles soweit in Ordnung. Wir machen ein Bild (oben) und nicken ab. Und freuen uns auf den nächsten Besuch und mehr von dieser ansteckend guter Laune.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Katze

Drei Monate später

21.02.10 by Wolfgang Gerner

Die Behandlung der beiden Backenzähne war vor drei Monaten abgeschlossen worden, jetzt gäbe es einen neuen Befund. Die Patientin bittet um eine zweite Meinung, in Wirklichkeit ist sie außer sich. Gehts es weiter mt dieser Zahngeschichte, den Allergien, den ganzen Unfassbarkeiten?

Zurück zu unserem Bestellbuch. Als ich den Namen lese bin ich eher neugierig als skeptisch, da ich den Fall als einen der interessanteren abgespeichert habe. Die Möglichkeit wieder drauf schauen zu können nehme ich deshalb gerne war. Ging mein Behandlungskonzept auf, lief alles glatt – gabs Stress und wenn ja welchen? Jedensfall begegne ich der Patientin einigermaßen aufgeräumt. Sie hat Kontrollaufnahmen unserer Wurzelfüllungen mitgebracht, darauf sei ein unerklärlicher Fleck, den ich mir bitte anschauen solle. Hinter dem forderden Ton höre ich ein gerüttetes Maß an Verzweiflung, eigentlich genau gleich wie im November, als wir die Behandlung übernommen und später abgeschlossen hatten. Ich betrachte die Aufnahme und komme zu dem Schluß, daß es bei dem fraglichen Befund nicht um eine Aufhellung handelt, sondern um eine ortstypische Schattierung, von der unregelmäßigen Beschaffenheit der Spongiosa herrührend. Keine klinische Symptomatik, alles recht ordentlich. Unsere Patientin bleibt zunächst skeptisch, ganz langsam kehrt etwas Zuversicht zurück. Doch alles in Ordnung? Aus unserer Sicht ist jedenfalls alles soweit so gut. Trotzdem bin ich skeptisch und biete der Patientin an, nochmals die Krankengeschichte durchzugehen, um das Ganze zu einem guten Ende zu bringen. Eine dreiviertel Stunde später stellt sich die Geschichte etwas genauer dar. Eine große Belastung im Job, gerade noch die Kurve gekriegt. Parallel dazu Zahnprobleme von der rästelhaften Sorte. Erst oben, dann unten. Karies unter Kronen, Neuanfertigungen. Und während sich die Wogen im Job langsam glätten, die Zahnschmerzen bleiben. Oben, unten, mal hier, mal da. Der Allergologe wird ins Boot geholt und der HNO-Arzt, der Hausarzt ohnehin. Termine, Verdachtsdiagnosen, Ratlosigkeit. Und als ob das nicht reichen würde dann noch der Wurzelbehandlungsspezialist.

Kann ich hier als Experte für Wurzelkanalbehandlungen die Kohlen aus dem Feuer holen? Zumindest einige. Zunächst wird natürlich die technisch einwandfrei ausgeführte Wurzelbehandlung dahingehend für Ruhe sorgen, daß typische Probleme ausgehend von einer bakteriellen Kontamination des Wurzelkanalsystems weitgehend egalisiert werden können. In Fällen, in denen wir die Behandlung nicht konzipiert, sondern übernommen haben, bleibt die Frage übrig, ob eine sorgfältige Diagnose gestellt wurde. Oder anders formuliert: Hat die Wurzelbehandung sein müssen? Eine klare Antwort wird sich in den wenigsten Fällen finden, zu viel Zeit ist vergangenen in denen an zu vielen verschiedenen Schräubchen gedreht wurde. Die vergebenen Chancen kann auch der personzentrierte Ansatz nicht zurückbringen. Er kann für die Patientin aber eine Hilfe sein, das Beste aus der Sache zu machen.

Kategorie: Personzentriert, Vermischtes Stichworte: Personzentriert

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