Hier geblieben. Und allerhand Zeug erledigt. Morgens schön Kaffee und Tee und SZ. Dann in den vier Wänden getan und gemacht. Den Garten auf Vordermann gebracht. Meine liebe Frau unterstützt. In der Praxis gewerkelt. Geschwommen. Gelaufen. Gekocht. Viel gekocht. Natürlich gelesen. Was fürs Tier besorgt. Jetzt ist der Urlaub rum …. selten dem „zweiten“ Halbjahr so aufgeräumt entgegen gesehen. Zweiter und letzter Teil des Sommer-Beitrags im zahnblog.
Vermischtes
St. Johann
Wir nennen sie die Flugplatz-Runde. Lassen das Auto am Gestütshof St. Johann stehen und „wandern“ an der Hohen Warte vorbei zum Flugplatz der Dettinger Segelflieger auf dem Roßfeld. Am östlichen Rand dieser riesigen Wiese liegt gut versteckt ein Grillplatz mit Feuerstelle, zwei Bänken und einer 100 Jahre alte Buche daneben. Der Ort für eine Auszeit unter der Woche: Man fühlt sich weit weg … und kann ein kurze dreiviertel Stunde später wieder zu Hause sein. Erster Teil des Sommer-Beitrags im zahnblog.
Ironman 70.3 Wiesbaden
Eine komplette Trainingssaison ohne gebührenden Abschluss sollte es dann doch nicht sein. Deshalb Wiesbaden gebucht, in der zum vierten Mal eine Ironman light-Version über 70,3 Meilen stattfinden soll, oder etwas einfacher: einen halber Ironman. Das klingt zunächst nach einer lösbaren Aufgabe. 1900 Meter zu schwimmen gehen eigentlich immer, mit Neo erst recht. Dananch ein 90er Rad, ordentliche Trainingsrunde, und der Halbmarathon als dritter Teil der Übung. Bleibt nur noch der Zieleinlauf. Soweit die Theorie. Während die vergangene Woche warm und sommerlich daher kam, war für den Sonntag Wetterumschwung angekündigt. Und die Wettermänner sollten recht behalten. Regen im Triathlon-Wettkampf erfährt ungefähr die gleiche Sympathie wie ein näsendes Ekzem oder ein juckender Hautausschlag. Und das liegt vor allem an dem Umstand, das Radfahren bei Regen eine trostlose Angelegenheit ist. Zunächt weil das kostbare Rad nass wird. Das Wasser Dreck in die Lager befördert, die Kette mitnimmt, die Schaltung stresst, eben einfach alles mitnimmt. Dicht dahinter liegt die Sturzgefahr kombiniert mit einer lausigen performance der Bremsen, unmittelbar gefolgt von nassen Schuhen und Socken und darin die gefühllosen Zehen, schmerzend um Erbarmen flehend. Regen und Radfahren gehören also nicht zusammmen. In Wiesbaden kommt es dann so, wie es kommen mußte. Schwimmen und Laufen bei trockenen und mit rund 20-21 Grad angenehmen Temperaturen, die Radfahrt hingegen ein Opfer des Wassers. Ein Höhepunkt zweifelsohne Kilometer 60 bis 70, als der Regen so stark runterprasselt, daß selbst das Fauchen der Laufräder nicht mehr zu hören ist. Und der Rest? Während in Roth das Wechselzelt in der Zone 1 mit Teilnehmern und Helferen dicht gefüllt war, verlieren sich in W. nur eine handvoll Jungs, die sich alleine in Compressionssocken zwängen oder mit klammen Fingern enge Oberteile auseinaderwursteln. Nur keine Aufregung. Die scheint ansteckend zu sein. Jedenfalls greife ich gemütlich zum Handtuch um mich abzutrocknen, es ist ja noch früher vormittag und etwas frisch. Hinterher staune ich über meine lausige erste Wechselzeit. Die Laufstrecke im Kurpark gleicht, vom Regen nett aufgeweicht, teilweise einem Schlammloch. Einige Teilnehmer sehen entsprechend ramponiert aus, die Beine bis hoch von einer zähen Dreckschicht verkrustet. Andere laufen auch mitten durch und bleiben wie aus dem Ei gepellt. Wie geht bitte das? Im Ziel bin ich superstolz auf die 33 Minuten fürs Schwimmen (jene reichen immerhin für Platz 34 unter 302 Alterklassenkollegen) und einen habhaften Halbmarathon im Schnitt von 4:59 Minuten/Kilometer.
Fazit: Wiesbaden ist ein Klasse-Wettkampf. Die Radstrecke durch den Taunus ist ebenso anspruchsvoll wie kurzweilig. Es gilt 1500 Höhenmeter zu reißen, in, wie´s denn so heißt, landschaftlich reizvoller Umgebung. Ohne dichten Regen müßen die Anstiege in den Wäldern und die schmalen Täler traumhaft schön sein. Der Halbmarathon besteht aus vier Runden durch den Kurpark. Höhepunkte sind die Durchläufe vor dem Kurhaus mit Musik und Zuschauer, Gänsehaut pur. Organisation sehr gut, inkl. heiße Duschen. Bus-shuttle zum Schiersteiner Hafen (Schwimmstrecke) wunderbar, man kann das Auto getrost irgendwo stehen lassen und hat eine Sorge weniger.
IM Regensburg: dns
Sonntag vor zwei Wochen dann die Abschlussrunde auf meiner Lieblingsstrecke. Über Remseck und Winnenden auf die Buocher Höhe, dann der Schurwald vom Remstal aus, zum Abschluß noch die Rampe von Reichenbach nach Baltmannsweiler. Raimond ist mit dabei und hat zwischenzeitlich seine letzten Körner gegeben – wenig später hält er wortlos an einer Bäckerei an um kurz darauf freudenstrahlend mit einem gut gefüllten Tablett auf der Straße zu erscheinen. Die 100 Kilometer gingen gut und vor allem die Anstiege gelangen mehr als ordentlich. Jetzt noch etwas Nachschlag, dann steht das tapering mit deutlich reduzierten Umfängen an. Nur noch den Ironman finishen und die zweite dicke Kerbe in den Gürtel schnitzen. So wars geplant. Am Montag darauf bin ich enorm müde und winke das abendliche Schwimmtraining durch. Darauf kommts jetzt auch nicht mehr an. Dienstag Nacht wache ich auf, der Hals kratzt. Bitte nicht. Der weitere Ablauf: Die Lypmhknoten werden dick, die Nase fängt an zu laufen und der Husten setzt ein. An Training ist nicht zu denken, auch nicht an das leichteste. Und an den Wettkampf auch nicht. Und wenn ich mirs genau überlege: die gesamte Wettkampfvorbereitung lief in einigen Phasen mehr als mühsam. Zunächst komme ich Dezember/Januar nicht in die Gänge, kann aber mit 1800 Metern beim Halb-Stunden-(Schwimm)Test eine ordentliche Leistung zu den Akten nehmen. Leider gehts so nicht weiter: die linke Schulter schmerzt, Schwimmkarenz. Der Winter will nicht aufhören, nochmal Schnee und nochmal Schnee. Und nach der ersten längeren Radeinheit im April bin ich direkt zehn Tage wegen Erkältung ausser Betrieb. Die ersten Trainingsumfänge über zehn Wochenstunden gelingen recht spät. Viel hilft viel – ich versuche die Defizite durch mehr Engagement auszugleichen und werfe dafür die Periodisierung des Trainings über den Haufen. Der Verzicht auf die Ruhetage schlägt sich zwar in Trainingsstunden nieder, gleichzeitig steigt aber auch die Müdigkeit. So mag es kein Zufall sein …. Gerner, Wolfgang (M 45): dns (did not started).
Zugang

Straight-line-access an Frontzähnen ist keine ganz uninteresante Aufgabe. Der Zugang von palatinal ist unsichtbar, dafür ist der Zahnhartsubstanzverlust erheblich – der günstigere Zugang von buccal verbietet sich aus ästhetischen Gründen. Bei Teleskopen dreht sich dieser Sachverhalt genau um: Ästhetik spielt keine Rolle und der Erhalt der ohnehin arg strapazierten Zahnhartsubstanz entscheidet über das weitere Schicksal des Zahnes. Denn, in der Regel wird in der Präparation buccal mehr abgetragen als palatinal, um genug Platz für Metall und Verblendung zu schaffen. Wird das Primärteil nun von palatinal trepaniert geht der letzte Rest des Zahnes auch verloren. In der Folge frakturieren die trepanierten Primärteile regelmäßig. Fazit: Teleskope von buccal trepanieren. Mit ausreichend Fingerspitzengefühl reicht ein Durchmesser eines 16er Torpedos aus, um den Kanaleingang zu erreichen und den Wurzelkanal aufzubereiten. Der Verschluss ist nicht ganz ohne, Composite in kleinen Portionen einbringen um Blasen zu vermeiden.
Challenge Kraichgau – Stuttgart Lauf
Sonntag vor zwei Wochen, Tag der Kraichgau Challenge. Ein Triathlon über die Mitteldistanz von 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und einem Halbmarathon. Gänsehaut vor dem Start – als ich in der schwarzen Gummipelle vor dem Schwimmstart ACDC´s Hells Bells höre und ins Wasser stapfe, wabert pure Zufriedenheit duch meinen Leib. Genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Um genau das Richtige zu tun. Das Schwimmen verläuft optimal, keine größeren Abweichungen von der kürzesten Linie und auch gegen Ende kann ich ein angemessenes Tempo halten. Auf dem Rad sinniere ich über Haßliebe und unerwiderte Liebe nach. Die Haßliebe zum Schwimmen wo das Training immer (noch) eine gewisse Überwindung einfordert sich aber in einer soliden Leistung im Wettkampf auszahlt und die unerwiderte Liebe des Rades, wo ich übe und übe, aber nicht schneller werde. Aber auch nicht langsamer, na gut. Als ich 3,5 Stunden später auf die Laufstrecke wechsle, dreht sich das Blatt schlagartig. Mittlerweile hat das Thermometer 30 Grad erreicht und über den drei Runden durch Bad Schönborn wabert eine dampfende Hitze. Der linke Fuß schmerzt bei jedem Tritt. Aber keine 21 km, oder? Zum Ende der ersten Runde flüstere ich mir Durchhalteparolen zu: “ Jetzt hast du bald die Hälfte, die restlichen 10 km holst du dir auch noch“ und ähnlichen Mist. Kilometer um Kilometer vergehen. Den Spaß habe ich offensichtlich direkt mit dem Rad abgeben müssen. Irgendwann ist das Ziel erreicht und der Rest der Aufmerksamkeit dreht sich um die Fragen, wie wir das Rad zum Auto schaffen, wo geduscht werden kann und das obligatorische Weizenbier. Eine Empfehlung für höhere Weihen ist nicht ablesbar, Ernüchterung, Entsetzen. Jede freie Minute trainiert für das? Und wie wird das erst in Regensburg?
Stuttgart-Lauf heute morgen. Vorgesehen als Abschluß einer 12 Stunden Trainingswoche für den Ironman möchte ich ordentlich durchlaufen, konzentriert und gut in mir ruhend. Die Wettervorhersage läßt auf gute Bedingungen hoffen – es dürften um die 15 Grad werden, perfektes Laufwetter. Gleich auf den ersten Kilometern finde ich einen guten Rhythmus von knapp unter 5 Minuten, den ich gut halten kann. Auf der zweiten Hälfte gelingt es mir noch etwas zuzulegen, am Ende sind es 1 Stunde 37 und ich bin rundweg zufrieden. Und freue mich über mein weitgehend Lust-und-Laune-geführtes Training, das mir einen schönen Wettkampf möglich gemacht hat. Dabei weist es lediglich einen einzigen Fixpunkt auf, nämlich die Anzahl der Trainingsstunden pro Woche. Ein weiteres Puzzleteilchen für Regensburg? Für die kommende Woche hat sich der Sommer wieder zurück gemeldet. Ich werde wieder einige Teilchen aufsammeln und weiter hoffen, am 1. August alle beisammen zu haben.

