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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Allgemein

Biofilm

19.07.15 by Wolfgang Gerner

Ein Samstag-Morgen im Juli. Theoretische Prüfung der Mitarbeiterinnen im Kursteil II der Gruppen- und Individualprophylaxe in der Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart. Das Prüfungunskomitee besteht aus dem Vorsitzenden Kollege H., der Mitarbeitervertreterin Frau S. und mir als Vertreter der Arbeitgeberseite. Für die erste Prüfungsgruppe sind drei Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) vorgemerkt, Schlag 8 Uhr sind zwei Mitarbeiterinnen vor Ort, eine fehlt. Eine knappe Stunde später rufen wir die zweite Gruppe ins Zimmer, ebenfalls drei ZFAs. Eine vierte kommt mit dazu. Ich stand heute morgen im Stau, kann ich vielleicht später noch drankommen? Wir entscheiden auf bleiben und nehmen die Stausteherin als vierten Prüfling in die Gruppe. Erste Frage an sie. Wie entsteht Karies? Es ist die Frage die immer kommt. Immer deshalb, weil die Zahnfäule oder Karies die zentrale Erkrankung der Zähne darstellt und unsere Mitarbeiterinnen in der Individualprophylaxe nur zu dicht an diesem Thema dran sind. Oder anders gesagt, wie kann ich Karies vermeiden helfen wenn ich nicht weiß, wie sie entsteht? Die ZFA beginnt etwas zögerlich, schon bald fällt das Stichwort Essensreste. Kollege H. und ich stutzen, auch Frau S. legt die Stirn in Falten. Nachfrage ob Essensreste tatsächlich einen so großen Einfluß haben …. Im zweiten Anlauf der ZFA stehen wir auch schnell wieder bei den Essensresten. Nun denn. Wir haben´s Ihr dann nicht gegeben, einstimmige Entscheidung.

Karies ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der Zahnhartsubstanz geschädigt wird. Der Zahnschmelz reagiert auf die bakterieninduziete Säureberieselung mit lokaler, in der Regel deutlich abgegrenzten, durch Demineralisation enstandenen Defekten, die sich teilweise sogar wieder ausheilen lassen zumindest solange kein Substanzverlust eingetreten ist. Im Dentin hingegen breitet sich die Karies schrankenlos aus. Die mineralischen Anteile, also der Hydroxlapatit gehen unter der Säureeinwirkung in Lösung und verschwinden im Speichel. Übrig bleiben die 30%  organische Bestandteile des Dentins und die sind ziemlich weich. Daher der Name Zahnfäule. Und so ist bei der Karieentfernung auch kein Diamantschleifer erforderlich, sondern nur ein Rosenbohrer. Die alles verursachenden Säuren werden von Bakterien sezerniert, es sind Abfallprodukte ihres Stoffwechsels. Das Ganze kommt dann in Schwung, wenn es den Bakterien gelingt, sich in Biofilmen auf der Zahnoberfläche zu organsieren. Mit Essensreste hat das nix zu tun. Biolfilme gibt´s auch noch wo anders im Mund. Dazu mehr in einem eigenen Beitrag.

Kategorie: Allgemein

Königskerzen

19.07.15 by Wolfgang Gerner

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Dieses Jahr blühen zum ersten mal Königskerzen im Weinberg. Es sind imposante Erscheinungen, die größte der drei ist rund 2 m hoch.  Die Pflanzen sind zweijährig. Im ersten jahr erscheint eine Blattrosette, die sich ab einer gewissen Größe nicht mehr weiterzuentwickeln scheint. Dafür steigt die Vorfreude des Weingärtners :-)) Die junge Pflanze überdauert den Winter um dann größer und größer zu werden. Die Königskerzen sind willkommene Gäste im Weinberg, über ich mich sehr freue. Und auch fürs kommende Jahr ist schon gesorgt, eine Pflanze hat sich, nicht gerade untypisch für Königskerzen, eine unbequeme, schmale Ritze in einer Trockenmauer als Standort ausgesucht.

Kategorie: Allgemein

Jahrgang 2015

19.07.15 by Wolfgang Gerner

IMG_5752 (1)Traubenschluß bei den Trollingern. Die HItze der vergangenen Wochen konnte den rund 30 Jahre alten Reben nur wenig zusetzen, die Blätter sind dunkelgrün und fest, die Trauben entwickeln sich schön. Hohe Zeit der Laubarbeiten. Zunächst werden mit der Laubschere die Gipfel gekürzt. Ziel ist eine Lenkung des Pflanzenwachstums. Die Energie soll weniger in einem unkontrollierten Längenwachstum aufgebraucht werden, sondern in die Entwicklung der Trauben münden. Das gleiche Ziel verfolgt das Ausgeizen, damit meint man das Ausbrechen von Geiztrieben. Mit dem Entblättern der Traubenzone soll mehr Licht und Wind an die Beeren kommen. Das begünstigt die Entwicklung der roten Farbstoffe  in den Traubenschalen, zudem trocknen die Trauben nach einem Regen schneller ab. Außerdem fällt der Pflanzenschutz leichter, da die Trauben besser erricht werden können. Spannend bleibt die Sache mit der Kirschessigfliege. Man geht davon aus, daß Drosophila suzuki sich gerne geschützt vor der Sonne den Trauben nähert ….
Das Ganze hat freilich seinen Preis: die Laubarbeiten, gerne auch der grüne Schnitt genannt, schlagen in unserer Bilanz mit rund einer Stunde Handarbeit pro ar zu Buche.

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Mundgeruch

14.06.15 by Wolfgang Gerner

Mundgeruch kann verschiedene Ursachen haben. Eine der trivialsten Ursachen ist der Genuß von Knoblauch, direkt danach kommen Zahnfleichprobleme …. Eine akute Parodontopathie wie etwa eine chronische Parodontitis kann neben verschiedenen anderen Symptomen auch mit einen massiven foetor ex ore einhergehen, auch Mundgeruch genannt. Es läßt sich leider nur schwer verschriftlichen, was einen typisch-parodontitischen Mundgeruch ausmacht, in jedem Falle riecht er bei fast jedem Patienten gleich und ist damit auch rasch zu indentifizieren. Ebenso simpel wie die Ursache ist die Behandlung: mit ein, zwei professionellen Zahnreingungen läßt sich das Thema oft aus der Welt schaffen, nicht allein nur zur Freude der Patienten ….

Weshalb reicht Zähneputzen nicht aus? Häusliche Zahnpflegemaßnahmen richten sich gegen Beläge auf den Zahnoberflächen. Das Problem einer Parodontitis beginnt zwar tatsächlich auch mit den Zahnbelägen, es reicht aber leider tiefer. Um die in den Zahnfleischtaschen sitzenden Bakterien erreichen zu können, ist mehr erforderlich als eine Zahnbürste. Im Rahmen der PZR werden beispielsweise die Wurzeloberflächen mittels Ultraschall gereinigt, die Entzüngungssituation heilt ab und der Mundgeruch verschwindet. Es sind die einfachsten Sachen die oft am besten helfen ….

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Weinberg statt Wurzelbehandlung

14.06.15 by Wolfgang Gerner

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Der Weinbau in den Stuttgarter Steillagen  ist nur wenig mechanisierbar und damit zeitaufwändig und teuer. Das Gros dieser Flächen wird deshalb von Feierabend-Wengertern betrieben, die keine allzu hohen finanziellen Interessen haben. Viele haben sich Genossenschaften angeschlossen oder liefern die Trauben in einem Weingut ab. Bei den Cannstatter Weingärtnern betreiben beispielsweise lediglich 7 der 123 Genossen Weinbau im Vollerwerb, die überwiegende Mehrzahl pflegt aus Lust und Leidenschaft. Einen dieser Samstag-Sonntag-Wengerter kennenzulernen war das Ziel einer Anfrage der Stuttgarter Nachrichten. Die Anfrage wurde an mich weitergeleitet und herausgekommen ist eine wundervolle Geschichte, die mich sehr gerührt hat.

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Weinberg

28.05.15 by Wolfgang Gerner

IMG_5436Im Weinberg an der Hofener Straße blühen die gelben Iris. Es sind uralte Stöcke, angepflanzt vor meiner Zeit.
Im Winter 2013 übernahm ich den Weinberg in der Hofener Straße und begann damit, diesen wunderschönen Alptraum von Wengert zu entrümpeln und herzurichten. Ziel war es, wenigstens die oberste Terrasse noch im gleichen Jahr mit Reben bestocken zu können um auch bald was wachsen zu sehen. Ein Tiefbauer entsorgte die überflüssige Stellfläche und sollte die kleine Fläche rigolen, also zweimal spatentief umzugraben. Ich gab dem Mann mit dem Bagger einen Geldschein in die Hand und zeigte auf Stöcke neben der schmalen Staffel. Bitte die Blumen stehen lassen. Er nickte kaum merklich mit dem Kopf und machte sich an die Arbeit. Es war eine gute Investition.

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