Ein Beratungstermin für Endo ist vereinbart. Manche Patienten nehmen im Behandlungszimmer Platz und warten, was da kommen mag. Andere warten auf ein Stichwort um loszulegen. Andere scheinen ihr Glück am liebsten selbst in die Hand zu nehmen und berichten was der Zahn hergibt. So vergangene Woche. Da ist dann auch ein ausführlicher Abstecher zu einem anderen Zahn ist drin oder ein Bericht von einer lang zurückliegenden Behandlung im Ausland („ein Freund in Rio“). Nach gründlichsten Ausführungen gelingt es mir den Zahn zu inspizieren, leider kommen wir zu spät, an Stelle der Zahnkrone hat sich ein schlecht gelaunter Gingivapolyp breit gemacht. Die Wiederherstellung der Krone wird aufgrund der Wurzelkaries nicht gelingen. Schlechte Nachrichten also. Unvermittelt sind wir bei den Kosten der Zahnbehandlung. Ich winke ab, nicht unser Ding, denn für den erforderlichen Zahnersatz ist der überweisende Zahnarzt zuständig. Patient sei Selbstzahler mit hoher Eigenbeteiligung. Und landet einen Augenblck später bei den enormen Kosten im Gesundheitswesen. Und den dickleibigen Menschen. Der Bluthochdruck die Medikamente und was das alles kostet. Er hätte einen Freund, berichtet Patient, den er schon viele Male von der Notwendigkeit einer Gewichtsreduktion zu überzeugen versucht hätte, leider aussichtslos. So steigen die Kosten des Gesundheitssystems laufend weiter. Und wieder das Zahnproblem. In den vergangenen Jahren sei er ja in den Genuß der Beitragsrückzahlung gekommen. Das sei ja immerhin etwas. Vielleicht könnte der Freund in Rio ….