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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Wolfgang Gerner

"Ich bin Zahnarzt."

09.04.10 by Wolfgang Gerner

1. Was machst du beruflich?
Ich bin Zahnarzt. In der einen Hälfte meiner Behandlungszeit versorge ich meine Stammpatienten mit ordentlicher Zahnmedizin, in der anderen Hälfte behandle ich Überweisungspatienten für Wurzelbehandlungen. Nebenberuflich tätig bin ich als kaufmännischer Angestellter, Alleinunterhalter und Mädchen-für-alles.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?
Gut daran ist selbstständig als Arzt Menschen helfen zu können und gut davon leben zu können. Gut daran ist eigene Ideen umsetzen zu können und nicht auf die Gnade eines Vorgesetzten angewiesen sein zu müssen. So hat es einst die Wurzelbehandelei in die Praxis geschafft und in jüngerer Zeit der personzentierte Ansatz. Dazu mußte ich niemanden um Erlaubnis bitten, ich konnte es machen weil ich es wollte. Und gut daran sind die zufriedenen Patienten, die nach Abschluß der Behandlung ein Lob aussprechen. Entweder für mich, für meine Mannschaft oder für uns alle. Manchmal hat man mit ganz besonderen Menschen zu tun. Ohne die Bohrerei hätte ich die nicht kennenlernen können. Auch das ist gut daran.

Nicht so gut daran ist der ganze Stress der damit einhergeht: zahnmedizinische Eingriffe sind oft unangenehm bis schmerzhaft, das heißt als Zahnarzt füge ich Schmerzen zu. Nicht so gut daran sind die Eigenheiten der Selbstständigkeit. Z.B. das für alles verantwortlich sein müssen. Nicht so gut daran ist auch das Gesundheitssystem… Das möchte ich allerdings nicht allzu sehr vertiefen.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?
Gleichwohl ich meinen Beruf als Traumberuf verstehe, möchte ich nicht mit einem Bohrer in der Hand vor den Schöpfer treten. Dann schon eher mit einem Bienenkorb unterm Arm. Oder mit schottischen Hochland-Rindern (die mit den Puschel-Ohren) an der Leine. Oder mit köstlichem handgemachtem Ziegen-Käse. Mit duftenden Destillaten, Wildkräutern allerfeinster Qualität …. In jedem Falle aber mit einem Lächeln.

4. Warum gerade dieser?
Zahnheilkunde ist eine spezielle Mischung aus Medizin und besonderen Fingerfertigkeiten. Da ist zum Einen das ärztliche Handwerk, das im erkennen, vorbeugen und heilen von Krankheiten besteht. Das hat teilweise etwas detektivisches, kriminalistisches. Manchmal ist es richtig spannend. Zum Anderen sind dort die handwerliche Präzision, ohne die meiner Erfahrung nach die schönste Mühe nicht zum Erfolg führt. Bsp.weise wenn es darum geht einen genauen Abdruck zu nehmen oder eine Zahn mit möglichst wenig Kraft zu entfernen um das Gewebe zu schonen. Die Freude über eine liebevoll gestaltete, unsichtbare Füllung. Über ein pfiffig operiertes Bindegewebstransplantat um einen freiliegenden Zahnhals zu decken … Das sind die kostbaren Augenblicke in diesem Job. Und auf die wöllt ich nicht verzichten.

Fragebogen über Anke Gröner.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Personzentriert

gute Laune

03.04.10 by Wolfgang Gerner

26-3-010Die Arbeit in der Praxis beginnt an 10 von 10 Tagen mit einer Besprechung des anstehenden Tagesprogramms. Mein Gedächtnis für Namen ist jedoch derart lausig, daß ich mir unter vielen Namen nichts vorstellen kann. Bei meinen Mitarbeiterinnen ist das anders. Irgendjemand fällt immer eine Stichwort zu dem betreffenden Patienten ein. Dann der Nächsten, so lange bis bei mir der Groschen fällt. Bei Frau S. und ihrer Tochter schütteln jedoch alle drei die Köpfe. Also Blick in die Karte: Endo vor einigen Jahren, seither nicht mehr gesehen.

Als ich dann einige Stunden später ins Zimmer komme, hat Frau S. es sich in der Ecke gemütlich gemacht, die Tochter auf der Behandlungsliege. Freundliche Grüße, Lachen, gute Laune pur. Und auf einen Schlag ist alles wieder da. Denn es war so ziemlich die unterhaltsamste Wurzelbehandlung in 8 Jahren Überweisertätigkeit. Zur Vorgeschichte: Die Tochter leidet seinen einigen Monaten an Zahnschmerzen, zu guter letzt wird die Überweisung empfohlen. So kommen die beiden zu uns, die Tochter mit dem bösen Zahn, gebracht von der Mutter, Tierärztin und gut gelaunt, vom Scheitel bis zur Sohle. Anamnese, Anästhesie und Kofferdam, bald rauscht leise der Lüfter des OP-Mikroskops. Nachdem die Gattin und ich eine Katze hertun wollen, ist rasch ein Thema gefunden, zu dem Frau Tierärztin einiges zu sagen hat – während ich die Wurzelbehandlung voranbringe, bekomme ich einen amüsanten Vortrag rund ums veterinärmedizinische, gespickt mit Lustigkeiten, schrägem Zeug und allerhand Menschlichem. Dazwischen das cell, Frau S. vertröstet die Besitzerin von Tier Calimero auf später. Es ist zum Niederknien. Nach eineinhalb Stunden habe ich fast Tränen in den Augen und die Tochter eine perfekte Wurzelfüllung in ihrem Backenzahn.

Der recall fällt etwas kürzer aus, doch nicht weniger heiter. Thema ist das Pferd der Tochter und Stutenbisse auf der Weide. Die Tochter verteidigt entschlossen ihr Prachtstück, die Mutter besänftigt milde. Die Zähne bleiben Nebensache – wieso auch nicht, sei ja alles soweit in Ordnung. Wir machen ein Bild (oben) und nicken ab. Und freuen uns auf den nächsten Besuch und mehr von dieser ansteckend guter Laune.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Katze

Drei Monate später – Fortsetzung

21.03.10 by Wolfgang Gerner

Zentrales Axiom in Carl Rogers personzentrierter Persönlichkeitstheorie ist die Aktualisierungtendenz. Dazu schreibt R.: In meinen Augen ist dies eine zuverlässige Tendenz, die, wenn sie nicht behindert wird, das Individuum zu Reife, Wachstum und einer Bereicherung des Lebens führt. Mein Resumee nach 15 Monaten personzentriertem Ansatz: auf die Aktualisierungstendenz ist Verlass.

Zurück in die Praxis. Während der Beratung erwähnt die Patientin, daß im Laufe der vergangenen Wochen ein anderer Zahn zunächst auffällig geworden sei, bevor er dann behandelt werden musste. Die Wurzelbehandlung des kleinen Backenzahnes sei aber noch nicht abgeschlossen. Ich nicke, im Stillen fällt es mir an dieser Stelle schwer dem Gespräch zu folgen. Ein Stück weit bin ich fassungslos. Nachdem es uns in den vergangenen Monaten gelang, einiges wieder gerade zu rücken, wie kann es sein, daß wir bei einer weiteren, annähernd gleichen Behandlung nicht das Vertrauen zur Erstbehandlung erhalten?

An einem Freitag-Morgen zwei Wochen später gehen wir die Patientenkarten des Tages durch. Überraschung. Die Patientin wird gegen neun zur Behandlung erwartet. Ihr Zahn hätte sich wieder gemeldet, das Spülen der Kanäle beim Erstbehandler nicht die gewünschte Wirkung gezeigt …

15-2

… mit unserem Ergebnis (Bild) sind wir sehr zufrieden …. und überzeugt, daß handwerkliche Präzision nur ein Teil des Ganzen ist.

Kategorie: Personzentriert Stichworte: Personzentriert

Leben mit Carl III

28.02.10 by Wolfgang Gerner

Die zahnärztliche Behandlung ist nicht nur für manchen Patienten die Hölle, auch der behandelnde Zahnarzt kann solche Situationen in seiner beruflichen Tätigkeit als außerordentliche Herausforderung erleben. Man könnte auch von Stress sprechen, teilweise wäre Angst das richtige Wort. Dieser Kehrseite der Behandlung von Angstpatienten wurde nur in einigen wenigen Studien nachgegangen. Eine dieser seltenen Arbeiten hierüber ist die Diplomarbeit der Psychologin Hella Heering-Sick, deren Ergebnisse in den Beitrag Patientenangst im Erleben von Zahnärzten mit unterschiedlichen Persönlichkeitshaltungen mündeten. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie die betroffenen Zahnärzte die Belastung erleben und wie sie damit umgehen. Unter den Reaktionen der Kollegen waren die Antworten Ich werde übervorsichtig an erster Stelle genannt, dahinter folgen Ich werde abgespannt und müde , Ich werde nervös und Mein Puls beschleunigt sich. Damit könnte mancher Patienten gut leben. Spannender ist jedoch folgende Aussage, die ein Viertel der befragten Zahnärzte machten: Meine Arbeit wird ungenauer. Bedrohung ängstlicher Zahnarzt?

Und wie hilft sich Zahnarzt nun aus dieser Klemme? Natürlich darf hier die Anwendung von mehr Lokalanästhesie nicht fehlen, interessanterweise nimmt die Spritze aber nur den zweiten Platz ein. Als sehr erfolgversprechend und von 82% der Befragten angegeben galten hingegen Mehr Gespräche erklärender und beratender Art. Damit scheint nicht nur Patient aus einem mit Empathie und Wertschätzung geführten Gespräch vor der Behandlung seinen NUtzen zu ziehen, sondern auch Zahnarzt. Verkehrte Welt? Nein, nur Wasser auf die Mühlen des amerikanischen Psychologen und Therapeuten Carl Rogers und seinen personzentrierten Ansatz.

Kategorie: Personzentriert Stichworte: Personzentriert

Drei Monate später

21.02.10 by Wolfgang Gerner

Die Behandlung der beiden Backenzähne war vor drei Monaten abgeschlossen worden, jetzt gäbe es einen neuen Befund. Die Patientin bittet um eine zweite Meinung, in Wirklichkeit ist sie außer sich. Gehts es weiter mt dieser Zahngeschichte, den Allergien, den ganzen Unfassbarkeiten?

Zurück zu unserem Bestellbuch. Als ich den Namen lese bin ich eher neugierig als skeptisch, da ich den Fall als einen der interessanteren abgespeichert habe. Die Möglichkeit wieder drauf schauen zu können nehme ich deshalb gerne war. Ging mein Behandlungskonzept auf, lief alles glatt – gabs Stress und wenn ja welchen? Jedensfall begegne ich der Patientin einigermaßen aufgeräumt. Sie hat Kontrollaufnahmen unserer Wurzelfüllungen mitgebracht, darauf sei ein unerklärlicher Fleck, den ich mir bitte anschauen solle. Hinter dem forderden Ton höre ich ein gerüttetes Maß an Verzweiflung, eigentlich genau gleich wie im November, als wir die Behandlung übernommen und später abgeschlossen hatten. Ich betrachte die Aufnahme und komme zu dem Schluß, daß es bei dem fraglichen Befund nicht um eine Aufhellung handelt, sondern um eine ortstypische Schattierung, von der unregelmäßigen Beschaffenheit der Spongiosa herrührend. Keine klinische Symptomatik, alles recht ordentlich. Unsere Patientin bleibt zunächst skeptisch, ganz langsam kehrt etwas Zuversicht zurück. Doch alles in Ordnung? Aus unserer Sicht ist jedenfalls alles soweit so gut. Trotzdem bin ich skeptisch und biete der Patientin an, nochmals die Krankengeschichte durchzugehen, um das Ganze zu einem guten Ende zu bringen. Eine dreiviertel Stunde später stellt sich die Geschichte etwas genauer dar. Eine große Belastung im Job, gerade noch die Kurve gekriegt. Parallel dazu Zahnprobleme von der rästelhaften Sorte. Erst oben, dann unten. Karies unter Kronen, Neuanfertigungen. Und während sich die Wogen im Job langsam glätten, die Zahnschmerzen bleiben. Oben, unten, mal hier, mal da. Der Allergologe wird ins Boot geholt und der HNO-Arzt, der Hausarzt ohnehin. Termine, Verdachtsdiagnosen, Ratlosigkeit. Und als ob das nicht reichen würde dann noch der Wurzelbehandlungsspezialist.

Kann ich hier als Experte für Wurzelkanalbehandlungen die Kohlen aus dem Feuer holen? Zumindest einige. Zunächst wird natürlich die technisch einwandfrei ausgeführte Wurzelbehandlung dahingehend für Ruhe sorgen, daß typische Probleme ausgehend von einer bakteriellen Kontamination des Wurzelkanalsystems weitgehend egalisiert werden können. In Fällen, in denen wir die Behandlung nicht konzipiert, sondern übernommen haben, bleibt die Frage übrig, ob eine sorgfältige Diagnose gestellt wurde. Oder anders formuliert: Hat die Wurzelbehandung sein müssen? Eine klare Antwort wird sich in den wenigsten Fällen finden, zu viel Zeit ist vergangenen in denen an zu vielen verschiedenen Schräubchen gedreht wurde. Die vergebenen Chancen kann auch der personzentrierte Ansatz nicht zurückbringen. Er kann für die Patientin aber eine Hilfe sein, das Beste aus der Sache zu machen.

Kategorie: Personzentriert, Vermischtes Stichworte: Personzentriert

Winter

13.02.10 by Wolfgang Gerner

Ältere Patienten kommen gerne in Begleitung. So bringt auch Frau R., hoch über 80 Jahre alt, ihre Tochter mit. Während der Unterfütterung schaue ich aus dem Fenster, laut über die Launen des Winters nachdenkend. Ich erkläre der Tochter, daß mir der Winter dieses Jahr sehr gut gefällt. Statt morgens mit der Auto jeder Schneeflocke auszuweichen nehme ich die S-Bahn, die in der Vergangenheit für erheblichen Unfrieden sorgende Winter-Kehrwoche verläuft bis dato reibungslos. Alles in bester Ordnung eben. Zwei Tage später eine mail unseres Vermieters. Der Nachbar hätte sich gemeldet. Das Räumen eines lediglich einem Meter breiten Streifens auf dem Zugang zum Hinterhaus sei nicht ausreichend, er bestehe auf einem zwei Meter breiten Streifen. Wäre doch zu schön gewesen …

tikkaEin weiteres highlight im Winter: die Lampenläufe. Eineinhalb Stunden durch den Schnee nach Hause stapfen lockert den verspannten Rücken und lüftet den Geist. Für den notwendigen Durchblick sorgt die neue Lampe. Darauf wöllt ich nicht mehr verzichten.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Ausdauer

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