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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Wolfgang Gerner

Goldberg

22.01.12 by Wolfgang Gerner

Samstag-abend. Ein abwechslungsreicher Tag soll auf dem Sofa ausklingen, ein Krimi, ein Gläschen Wein und die Katze in der Nähe. Telefon. F. ruft um 19 Uhr an, wir haben eine Tisch im Goldberg auf 19:30 reserviert, mögt ihr mitkommen? Wollen wir. Also nix mit Sofa. Dafür kurz einen Blick in Spiegel, Schlüssel, los gehts.

Das Goldberg ist in Fellbach´s Schwabenlandhalle untergebracht, die Adresse im unteren Remstal, wenn es um herzerweichende Volksmusikkonzerte, Theateraufführen knapp oberhalb des Laienschauspiels und Fosiliien- und Mineralienbörsen geht. Damit ist das Ankommen zunächst wenig prickelnd. Hinter der Eingangstür ändert sich das Bild: warme Gold- und Brauntöne umgeben den Eintretenden, gegenüber eine große Ansicht des Kappelbergs, an dem Fellbachs beste Weine gedeihen. Dort befindet sich auch die Lage Goldberg, doch nicht etwa der Namensgeber des Restaurants? Eine Treppe schlängelt sich ein Stockwerk höher, die Begrüßung durch die Mitarbeiterin ist persönlich und freundlich. Als Aperitiv lasse ich mir einen fruchtigen Winzersekt empfehlen, ein Chardonnay sei es. Winzersekte sind seit Zeiten eine feste Größe im Programm selbst kleinerer Weingüter und, nach meiner Erfahrung, meistens den Versuch wert. Der Chardonnay-Sekt macht hier keine Ausnahme, feine, fast cremige Aromen gelber Früchte und eine ausgewogene Mineralität. Wir, zwei Freunde, meine Frau Katja und ich sind gut angekommen im Goldberg.
Die Macher des Goldberg betreiben das Pier 51 in Stuttgart-Degerloch, sowie das Cube im Kunstmuseum und stehen für eine abwechslungsreiche Fusion-Küche. In den Gerichten spiegeln sich vornehmlich asiatische Einflüße wieder, der excessive Einsatz von Zitronengras scheint jedoch überwunden. Abends werden fünf Vorspeisen angeboten, zwei Suppen, drei kleine Gerichte und sechs Hauptspeisen. Danach könnte noch eine Entscheidung für Käse fallen, eine Position, oder für eines der drei Desserts.

Zu Tisch. Der Gruss aus der Küche, Avocado, Thunfisch und Ingwersud macht großen Appetit auf mehr. Als Vorspeise hatte ich eine Tüte Garnelen gewählt, ausgebacken im Kichererbsenteig mit drei verschiedenen Dips. Die Garnelen, mit den Fingern zu essen ähnlich einer Tüte Pommes, sind köstlich nussig, als Dips werden eine Mayonaisse, eine süß-sauere Chilisoße und eine grüne Tunke gereicht. Letztere ist mein favorite, wars Gurke oder Avocado? Jedenfalls sehr lecker. Das Hauptgericht ist in meinem Fall ein schönes Rinderfilet südamerikanischer Provenienz auf einem Kartoffelpüree mit zweierlei Pfeffer. Letzterer ging während des Essens etwas unter. Nicht zuletzt deshalb, da unser Rotwein im höchsten Mase meine Aufmerksamkeit beansprucht. Es ist ein neuseeländischer Merlot/Cabernet Sauvingnon von ungestümer Fruchtigkeit. Noch weitgehend lila im Glas stehend, glaubt man die Düfte über den Glasrand laufen zu sehen, ähnlich dem Rauch von Trockeneis. Natürlich dunkle Früchte, aber auch Trüffelnoten glaube ich zu erkennen, Rosendüfte, Tabaknoten? Im Gaumen typische Brombeernoten, Kirsche, Vanillenoten, zarte Tannine. Ein Klasse-Wein. Die Geschichte zum Wein lese ich heute im Netz: Vom Waiblinger Kai Schubert, den es in die Fremde zog…. Zum Abschluss gönne ich mir noch eine luftig-lockere, schmackofatzig-karamelisierte Topfenschnitte und eine Kugel Vanille-Safraneis. Unser Kellner tritt leise an den Tisch um die letzten Tropfen des Roten zu verteilen. Eine ganze Flasche kommt wohl nicht mehr in Frage sagt er einfühlsam lächelnd, als er in unsere zufriedenen Gesichter blickt.

Fazit. Essen köstlich, Service aufmerksam und sehr freundlich. Pro Person waren 75€ fällig. Kurz vor seinem zweiten Geburstag stehend, dürfte das Goldberg seine Liebhaber gefunden haben. Wir gehören seit gestern auch dazu.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Essen und Trinken

Breitenbach*

15.01.12 by Wolfgang Gerner

Restaurantkritik im zahnblog.
Die Gebelsbergstrasse in Stuttgart-Heslach ist nicht gerade die Ausgehmeile des Stadtteils, vom Typ eher dunkle Einbahnstrasse mit Anwohnerparken. Vor einigen Jahren hat es Benjamin Breitenbach hierher verschlagen – erst als Geheimtipp gehandelt (Wo soll das sein? In HESLACH?), bis dann die Auszeichnung in der Futterbibel kam. Samstag-Abend sind alle Tische besetzt, Mitarbeiter im feierlichen Schwarz zischen lautlos durch den Gang.

Das Essen. Die Speisekarte im Breitenbach ist übersichtlich gehalten: Neben den rund sieben à la Carte Positionen wird ein Fünf-Gänge-Menü angeboten. Daneben stehen einige Desserts zur Auswahl sowie Käse als Eis oder in einer Auswahl. Für mich gibts das Januar-Menü in der Kombination Bacon&Egg Sandwich neu interpretiert, Wachtel und Adlerfisch. Den Abschluss soll ein Schokoladenkuchen sein, eine Remineszenz an einen Besuch vor Jahren. Damals die absolute Überraschung, ja eigentlich der Hammer: Im Inneren des flauschigen Schokokuchens verbarg sich ein flüssiger Kern! In der Folge gelang es Gemahlin und Dessert-Expertin Katja rasch, den Schokokuchen nachzukochen – er ist seither regelmäßiger Bestandteil unser nun ja, aufwändigeren Menues.

Was mich in der gehobenen Küche am meisten fasziniert ist das Spiel mit Aromen und Texturen, in Form von Cremes, Schäumen, Espumas. Kleinen Köstlichkeiten eben, denen man den Genuss nicht unbedingt ansieht … und die oft mehr als anspruchsvoll in ihrer Zubereitung sind. Und so bin ich nach den beiden Grüßen aus der Küche, u.a. eine Aal-Rilettes, einem kleinen Flan, einer winzigen Tarte, verschiedenen pochierten Gemüsen und einem Griff in den Brotkorb recht gespannt auf meine Vorspeise, die Neuinterpretion des Frühstück-Klassikers. Bald steht in einem tiefen Teller Breitenbachs Zauberei vor mir, die rein farblich tatsächlich an Toast mit Schinken und Ei erinnert. Auch ist was grünes dabei, vielleicht eine hommage an die unverzichtbare Salatgarnitur? Zumindest was letztes angeht, tue ich mir mit der Dekonstruktion des Allerweltsfühstücks etwas schwer, das pochierte Ei hingegen erfreut mit schmelzendem Eiweiß und leckerem Dotter. Sommelier Bergs Weinempfehlung zu diesem Gericht ist ein Grauburgunder österreichischer Provenienz, von dem ich mir leider nicht den Namen behalte … cremig-sahniges Mundgefühl, nussig, eine gute Wahl. Weiter mit der Wachtel in Brust und Keule auf einem zarten Topinambur-Püree und etwas Mangold. Ein schönes, bodenständiges Gericht und bis ins Detail perfekt durchgearbeitet. Dazu ein erdig-mineralischer Schwarzriesling von Schnaitmann aus Fellbach, ebenfalls gut abgestimmt. Es folgt ein kleiner Zwischengang in Form eines erfrischend fruchtigen Paprikaschaumsüppchen, das heiß und deftig aufgetragen wird. Bevor aber der Hauptgang angereicht wird, tritt Sommeleier Berg an den Tisch, um auch mit seiner nächsten Empfehlung ins Schwarze zu treffen: Beurers Sauvignon blanc ist der Wein zu Adlerfisch neben cremigen Zitronengras-Perlgraupen, Okraschoten und Mango. Auf dem Teller die Aromen von Zitrone und Mango, im Glas Melone und Maracuja eingebettet in ein feines Säuergerüst, Leckerschmackofatz. Natürlich ist auch der Fisch auf den Punkt gegart, vielleicht hat er noch etwas glasig die Pfanne verlassen und im Pass Wärme mitgenommen, nun auf dem Tisch ist gerade durch, fest und saftig. Den Übergang zum Dessert bildet ein kleiner, leckerer Pudding, in dem sich die exotischen Aromen des Hauptganges wiederfinden (es war sowas wie Orange oder Vanille), um schließlich in einem abenteuerlich leichten Maracuja-Espuma einen spektakulären Abschluss zu finden. Dagegen stürzt der kleine Schokoladenkuchen, mit dem Vanilleeis wohlgemerkt das Hauptthema des Desserts, regelrecht ab. Der Banjuls ein angenehmer Begleiter zu Schokolade, vielleicht etwas zu brav? Unterm Strich ein spannendes, gut durchkomponiertes Menue mit angenehmer, tendenziell eher zurückhaltender Weinbegleitung.

Der Wein. Sommelier Berg hat gleich zu Beginn eine anspruchsvolle Aufgabe zu stemmen. Wir sind zu viert und was den Wein angeht, nicht unbedingt einer Meinung. Katja und ich verlassen uns gerne auf die Empfehlungen des Sommeliers, unsere Begleiters wünschen einen Rotwein, der möglichst allen Gerichten gerecht werden sollte. Bitte kräftig und ohne Holz lautet der Zusatz. Jetzt kommt Berg fast ins Straucheln, möchte sich nochmal kurz zurückziehen um dann später eine Empfehlung auszusprechen. Es wurde dann ein Nero d´Avola, der unseren Begleitern sehr mundete.

Fazit. Irgendwie hatten wir es geschafft, fast alle Gerichte der Karte zu bestellen – so ergab sich bei jedem Gang ein abwechslungsreiches, farbenfrohes Bild auf dem Tisch. Die Gerichte kamen immer zusammen an den Tisch, die zeitlichen Abstände zwischen den Gängen waren perfekt abgestimmt. Hinterher waren alle Teller fein säuberlich leer geputzt, der Brotkorb geplündert, das Butterfass leer. Wir hatten einen Tisch ziemlich in der Mitte des Hauptraumes – trotz Vollauslastung ergab sich aber ein schöne und angenehme Atmosphäre, die den Speisen absolut gerecht wurde. Das dürfte auch das Verdienst des Personals sein, das, ich würde sagen tüchtig, umsichtig und vor allem sehr freundlich zu Werke geht. Wir empfanden die Preise mit rund 140€ pro Person als angemessen. Auf der (Herren-)Toilette in der Auslage: Zahnseide! Zusammen mit der richtig hellen Beleuchtung überm Waschtisch unschlagbar, wenns um die unvermeidlichen kleinen Fizzel zwischen den Frontzähnen geht ;-)) Hingehen, Reservierung obligatorisch.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Essen und Trinken

Shanghai

02.01.12 by Wolfgang Gerner

Weihnachtsurlaub in Shanghai.

Hin und Her. Es ist faszinierend wie einfach es ist eine Stadt zu besuchen, die sich fast genau auf der anderen Hälfte der Weltkugel befindet (es sind rund 15 Stunden) – und wieviel Zeit dabei für die einzelnen Abschnitte draufgeht. Während zum Beispiel der VVS für Haustüre-Flughafen Stuttgart eine knappe Stunde braucht, erfordert der Transfer von einem Terminal in Paris´ Charles de Gaulle Flughafen zu einem anderen einen zähen Fussmarsch von 30 Minuten. Oder der Transrapid vom Flughafen Pudong an den Stadtrand von Shanghai. Hier gehts um rund 30 Kilometer, die Rakete schaffts in vielleicht 10 Minuten? Ich hab jedenfalls nicht auf die Uhr geschaut. Dafür auf die Geschwindigkeitsanzeige, auf der ziemlich schnell 298 km/h stehen. Dachte ja das Ding geht 400 Sachen. Als wir später aussteigen um auf die Metro zu wechseln, lüftet sich das Rätsels Lösung: es kommt auf die Tageszeit ob Maglev 400 km/h erreicht, oder mit 300 trödelt ….

Suppe. Die Suppe scheint hier die liebste Speise zu sein und wird zu allen Tages- und Nachtzeiten genommen. Es hätte auch eine zum Frühstück gegeben, hier habe ich aber das heißgeliebte sunny-side-up egg vorgezogen. Am Ende fällt es uns schwer eine Beste auszuwählen …. In den knapp 10 Tagen Shanghai haben wir gefühlte zwei Eimer Suppe verspeist und keine einzige bereut. Das Suppending läuft so ab: Zutaten auswählen – meist Glas- und Eiernudeln, Pak Choi, Chinakohl, Fleisch- oder Crabmeat-Bällchen, Koriander – und dem Koch geben. Der stopft die Sachen in ein kleinen Durchschlag und gart sie in einer Brühe. Das Ganze wird dann in einem mit einer Plastiktüte ausgeschlagenen Napf mit Brühe serviert. Lecker! Ob am Straßenrand oder in einer kleinen Butze mit leicht klebrigen Oberflächen, es hat immer geschmeckt. Der Einheimische lässt nach Genuss alles stehen und liegen, ein dienstbarer Geist räumt dann alles zusammen und hat gelegentlich auch einen Lappen am Mann um den Tisch abzuwischen.

Dim Sun. Shanghais Spezialität dürften wohl die mit Brühe gefüllte Taschen sein, gedämpft oder gebraten im Angebot. Die gibts überall und schmecken überall zum Reinsetzen. Meist werden sie direkt an Ort und Stelle gemacht. Einer rollt den Teig aus, der nächste packt Füllung dazu, der dritte wickelt usw. An der Kasse einen bon gekauft und angestellt, währenddessen lassen sich die Gepflogenheiten beoachten, wie die kleinen Kunstwerke zu verspeisen sind. Anscheinend gibt es keine speziellen Regeln, außer: nie mit den Fingern.

Suzhou. Nördlich von Shanghai liegt Suzhou, bekannt für seine Gärten. Hinkommen mit der Bahn – von der Shangai Station aus in rund 45 Minuten. Der Bahnhof von Suzhou liegt ausserhalb des Zentrums, Metro gibts keine. Am Taxistand kleines Durcheinander: Die Taxlerin spricht kein Wort Englisch, dem Schlangenordner gelingt es den Hotelnamen im Reiseführer zu entziffern. Mit einer Hand auf der Hupe nimmt unsere Fahrerin Kurs in Richtung Hotel. Ampeln gelten anscheind nur für Autos, Taxis, Busse und Rikschas folgen eigenen Regeln. Und Fahrräder halten sich an garnix. In einer genial fließend-organischen Fahrt schlängelt die Taxlerin zügig durch das Chaos, jeder Vehrkehrsteilnehmer besteht auf seinen Vortritt, aber alle scheinen achtzugeben, das nix schlimmes passiert. Wunderbar. Taxameter mit Bon verhindern schlimme Abweichungen vom Üblichen. Später werden wir einige Male die Rikscha nehmen, hier empfehlen sich Preisabsprachen vor der Fahrt.

Praktisches. In Shanghai leben rund 20 Millionen Menschen, die einzelnen Stadteile bringens auf wenigstens 600.000 Einwohner. Demenstprechend ist etwas mehr los auf den Straßen als hierzulande. Überraschenderweise bricht aber nicht die schiere Hektik aus, es handelt sich mehr um ein geschäftiges Durcheinander. In Shanghai scheint es keine Strassen zu geben, die nicht entweder in nord-südlicher oder ost-westlicher Richtung verlaufen. Dementsprechend einfach ist die Orientierung. Und da alles zweisprachig ausgeschildert ist, findet man sich gut zurecht. Die Metro ist klasse. Unbedingt das Shanghai Museum (Bild) besuchen. Den Krabbeltiermarkt mit den Grillen anschauen. Sonntags leckerer brunch im Jade on 36. Und für den Blick von oben haben wir uns ein Zimmer im 81. Stockwerk gegönnt ;-))

shanghai

Kategorie: Vermischtes

Unsere Katze beim Tierarzt

01.12.11 by Wolfgang Gerner

Der Donnerstag-nachmittag ist seit Jahr und Tag frei und wird üblicherweise mit einer kleinen Sporteinheit gefeiert. Der Klassiker: eine Stunde schwimmen im Sonnenberger, Warmbadetag. Auf dem Heimweg dann ein kurzer Anruf zu Hause. Katja hat einen Termin beim Tierarzt vereinbart, die Katze kneift das linke Auge zusammen. Willst du gehen? Mit der Katze zu Dr. Ernst ist eine Art Hochamt, ich werde rechtzeitig heimkommen und sage deshalb zu. Nein, ich besteh darauf. Aber der Reihe nach.

Kurz vor Abflug zu Dr. Ernst. Noch ist Mieze ganz entspannt und döst auf der Decke vor sich hin obwohl die blaue Katzenkiste direkt vor ihrer Nase steht. Katja mach den Deckel auf, ich greife beherzt nach der Katze. Zähes Ringen mit vier Kilogram Fell mit Muskeln drunter. Im Sommer würden jetzt büschelweise Haare durchs Zimmer fliegen, im Winter ist das netterweise kein Thema. Im dritten Versuch ist der Deckel drauf, die Katze miaut zum Steinerweichen.

Im Wartezimmer. Die Katze miaut immer noch jämmerlich aus der Transportbox. Gegenüber sitzt ein Päarchen geschätzte MItte Dreißig mit sonem dünnen beigen vielleicht Windhund? Davor ein kleiner Arno Jacobsen Superellipsen-Tisch mit Adventskranz drauf, eine Kerze brennt. Im Hintergrund die prima Holz-Plastik mit dem Mann und dem Hund der Angst hat. Jedenfalls hat er den Hund an der Leine, sie sitzt daneben. Mit der Zeit fällt mir auf, daß der Hund etwas dunkler abgesetzte Schlappohren hat, genau im Farbton der Strähnchen des Besitzers. Zufall?

Im Behandlungszimmer. Die Box steht auf dem Untersuchungstisch, die Mitarbeiterin schließt vorsorglich das Fenster. Frau Dr. Ernst tritt ein. Ein Musterbeispiel von guter Laune, freundliche Begrüßung, Neugierde ob des Anliegens. Deckel auf, Katze raus. Sitzt auf dem kalten Tisch, keine Bewegung. Frau Dr. Ernst nimmt als erstes die Temperatur, „die ist vollkommen in Ordnung“. Dann zum Auge. Die Mieze rührt sich nicht von der Stelle, auch nicht als zum Abschluss erst Frau Dr. Ernst und dann ich mit dem Otoskop in die Lauscher schauen. Ein Schwatz nebenher:
Frau Dr. Ernst: „Holt sie sich auch Mäuse?“
ich: „Regelmäßig“
„Ja, dafür ist sie jetzt im besten Alter. Als unsere Katzen Felicitas und Charlotte in diesem Alter waren… “
Nun, Charlotte heißen zwei Kolleginnen-Töchter und unsere Lieblingszahntechnikerin hat erst im Februar diesen Jahres eine Felicitas entbunden …. Warum müssen Viecher Menschennamen haben?

Dann gibt es noch etwas Salbe ins linke Auge und die Empfehlung, dies zweimal täglich zu wiederholen. So müsste es in einer Woche ausgestanden sein. Kein miauen auf dem Heimweg – als ich zu Hause den Deckel wegnehme, hupft das Tier entspannt aus der Box um ganz gemütlich eine Runde um die Schränke zu schleichen. Lässt sich ausgiebig herzen. Keine schlechte Laune, kein Nachkarteln, einfach ein Traum von einer Katze.
minka

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Katze

Saisonabschluss

12.11.11 by Wolfgang Gerner

Und dann ging alles ganz schnell. Ursprünglich sollte der Herbst noch die ein oder andere Radtour hergeben, garniert mit einem langen Lauf. Genuss ohne Vorbereitung und Pünktlichkeit. Ein sanfter Übergang in den November, der als Ruhemonat der Regenerartion vorbehalten ist mit deutlich weniger Training und wenn, dann eher Technik beinhaltet statt Ausdauer. Auf der Ober-Genusstrecke dann die unmittelbare Vollbremsung: eine Zerrung im rechten Unterschenkel aus heiterem Himmel und keine Chance, das Ziel per pedes zu erreichen. Auf der Heimfahrt mit der S-Bahn denke ich über die abgelaufene Saison nach, in der es nicht eine Kleinigkeit von Verletzung gab oder gar Unfall. Rätsle wie ich das verdient hatte, die gute Grundstimmung, die Zinktabletten? Bis sich die Zerrung wieder von alleine vom Acker macht schwimme ich mehr und feile an Wasserlage und Armzug. Und der Unterschenkel macht rasche Fortschritte. Dann ein Sprint auf die Strassenbahn, Ooops, gehe zurück zum Start. Gerade komme ich von ersten gaaanz langsamen Einstünder in Laufschuhen zurück, alles fühlt sich gut an. Noch zwei, drei gemütliche Wochen, dann beginnen die Vorbereitungen fürs neue Jahr und die Saison 2010/2011 geht endgültig zu den Akten.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Ausdauer

Remstal-Höhenweg IV

15.10.11 by Wolfgang Gerner

straßdorf
Während die beiden Zugbegleiterinnen auf dem morgendlichen Weg nach Schwäbisch Gmünd bei der Kontrolle beste Laune versprühen, ist der gute Mann auf der Rückfahrt nachmittags arg verschnupft. Ob ich nicht das Radabteil benutzen will, das mit dem großen weißen Rad aussen drauf gemalt? Hier wäre doch der Durchgang eingeschränkt, wo die Leute laufen sollen …. Ich halte ihm wortlos mein ticket hin, bekomme einen Stempel und gut ist´s. Da hats die ältere Dame mir gegenüber schlechter erwischt – sie findet ihre Fahrkarte nicht und bezahlt eine ordentliche Zeche.
Etappe 5. Gleich auf den ersten Metern hinter Straßdorf ein ordentlicher Verfahrer. Wo der Weg offensichtlich hinter dem Sportplatz scharf abbiegt, fahre ich geradeaus Richtung Skulpturenpfad um staunend vor einer großen Plastik anzuhalten, die nach meinem Dafürhalten so recht nicht reinpassen will in ihre Umgebung …. Übers Feld Richtung Waldstetten, bald verschwindet der Weg im Wald und es geht recht ausdauernd nach oben Richtung Kriegsebene. Die nächste Ortschaft ist Weiler in den Bergen und der Name hält was er verspricht. Hinter Weiler gehts lange bergauf – übers Himmelreich, ein Naturfreundehaus, zum Scheuelberg und eine steile Abfahrt nach Heubach hinunter, hier ist der Beginn der 6ten Etappe. Heubach liegt unterhalb der Burgruine Rosenstein. Der Weg hinauf ist nur in Teilen fahrbar, da entweder zu steil oder vertreppt oder beides. Dazu gibts noch ein Fahrrad-verboten Schild. Auf dem Bergrücken weiter nach Lautern, hier biege ich nach Mögglingen ab, verpasse den Regionalexpress um wenige Minuten und fahre deshalb noch rasch nach Schwäbisch Gmünd auf den Bahnhof.
Fazit. Das Profil dieser beiden Etappen ist gespickt mit Höhenmetern und teilweise anspruchvollen Bergaufpassagen. Da ist mir am Ende doch die Zeit raus und genug Essen hat ich auch nicht dabei, um auch die 6te Etappe ganz durchzufahren.

Kategorie: Vermischtes

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